© Steve Fecht for General Motors

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03/05/2020

GM zeigt neuartige Batterietechnologie für höhere Reichweite

Mit einer eigenen Akku-Entwicklung will der US-Autobauer General Motors die Konkurrenz abhängen.

Der größte US-Autobauer General Motors (GM) will beim Thema Elektromobilität endlich richtig durchstarten. Bis 2025 will der Konzern rund 20 Milliarden Dollar in die Entwicklung von elektrischen und selbstfahrenden Autos gesteckt werden. Außerdem kündigte das Unternehmen bei einem Event eigene E-Modelle für alle Marken seiner Produktpalette an.

Mit einer neuartigen Batterietechnologie will GM für seine Fahrzeuge eine Reichweite von "400 Meilen und mehr" erreichen und damit den Konkurrenten Tesla in den Schatten stellen.

Hohe Reichweite durch hohe Kapazität

Die so genannten Ultium-Batterien von GM setzen auf großformatige Zellen, die sich vertikal und horizontal im Akku-Pack stapeln lassen. Dadurch könne die Kapazität erhöht werden, heißt es von GM. Die Kapazität der hauseigenen Ultium-Batterien liege je nach Fahrzeug zwischen 50 bis 200 kW/h.

Neben einer Reichweite jenseits der 640 Kilometer ermögliche ein neuer Antriebsstrang eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in unter 3 Sekunden. Die neue Plattform soll sich universell und flexibel in verschiedenen Fahrzeugmodellen einsetzen lassen – ganz ähnlich wie die MEB-Plattform des Volkswagen-Konzerns.

Hohe Ladeleistung

An der Ladesäule können die Ultium-Batterien mit einer Ladeleistung von bis zu 200 kW aufgeladen werden. Die LKW-Plattform mit 800-Volt-Akku könne mit bis zu 350 kW geladen werden. Eigenentwickelte Elektromotoren unterstützen Front-, Hinterrad-, Allrad- und Allradantrieb.

Hummer-Comeback als E-Auto

Im April soll die angekündigte Elektro-Offensive mit dem Luxus-SUV Cadillac Lyriq beginnen. GM-Chefin Mary Barra versicherte zudem, dass ihr Unternehmen mit den E-Autos Geld verdienen werde. Weitere geplante Modelle sind eine Neuauflage des Chevrolet Bolt sowie die bereits beim "Super Bowl" beworbene Comeback-Version des früheren Hummer als elektrische Pick-up-Variante der Konzernmarke GMC.

Aktie reagiert positiv

Am Markt wurden die Pläne wohlwollend aufgenommen, die Aktie ging mit einem Plus von 3,3 Prozent aus dem US-Handel. GM steht in Sachen E-Mobilität allerdings schon länger stark unter Druck. Besonders Teslas Erfolg ließ den Marktführer bei dem Trendthema zuletzt alt aussehen. Während GM an der Börse in den vergangenen zwölf Monaten 20 Prozent einbüßte, legten Teslas Aktien um fast 160 Prozent zu.