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Netflix bestätigt: Gaming-Abo wird kostenlos sein

Netflix hat nun offiziell bestätigt, dass das kommende Gaming-Angebot für bestehende Netflix-User*innen ohne zusätzlichen Aufpreis verfügbar gemacht wird. Damit hat der Streaming-Anbieter frühere Berichte über das Cloud-Gaming-Angebots bestätigt.

Ob das zusätzliche Angebot tatsächlich kostenlos sein wird, wird sich erst zeigen. Es würde dem Unternehmen nämlich gute Argumente für allgemeine Preiserhöhungen in die Hand geben. Steigende Preise würden sich damit wohl gut rechtfertigen lassen.

Cloud-Gaming gewinnt gerade mit Angeboten unter anderem von Microsoft, Google und Nvidia an Fahrt. Netflix-CEO Reed Hastings betont ohnehin schon seit Jahren, dass Netflix nicht nur mit anderen Streaming-Anbietern, sondern auch mit Social Media, YouTube und etlichen anderen Formen digitaler Unterhaltung konkurriere.

Netflix-Merchandise

Neben dem Hauptgeschäft mit Streaming stellt Netflix zusehends die Weichen, um in neue Märkte vorzudringen. Im Juni eröffnete der Videostreaming-Pionier einen Online-Shop für Fanartikel.

Noch ist das Angebot gering, doch perspektivisch könnte sich Netflix so - ganz nach dem Vorbild des großen Kontrahenten Disney - eine bedeutende zusätzliche Erlösquelle durch Merchandising erschließen.

Schwaches Wachstum

Der Streaming-Riese hat im abgelaufenen 2. Quartal so wenige neue Nutzer*innen anlocken können wie noch nie zuvor in einem Vierteljahr. In den 3 Monaten bis Ende Juni nahm die weltweite Anzahl der Abonnent*innen lediglich um 1,5 Millionen auf insgesamt gut 209 Millionen zu, teilte das Unternehmen am Dienstag nach US-Börsenschluss mit. Auch die Prognose für das laufende Quartal fiel mit 3,5 Millionen neuen Kund*innen relativ mager aus.

Der Streaming-Marktführer steht angesichts verschärfter Konkurrenz unter Druck und will nun in neue Märkte expandieren. Dass die Menschen nach der Corona-Pandemie die Lust am Streaming verlieren, glaubt Netflix-Chef Reed Hastings nicht. "Die Wachstumsstory bleibt intakt, zumindest für die nächsten Jahre", sagte er bei einem Video-Interview nach Vorlage des Quartalsberichts.

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