Redmi Note 13 Pro+ im Test: Die günstigen Xiaomi-Handys sind zurück

Redmi Note 13 Pro+ im Test: Die günstigen Xiaomi-Handys sind zurück

© Florian Christof

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Redmi Note 13 Pro+ im Test: Die günstigen Xiaomi-Handys sind zurück

Das Note 13 Pro+ ist das Spitzenmodell der neuen Redmi-13-Serie

Xiaomi hatte sich in der Vergangenheit mit günstigen aber hochwertigen Smartphones einen Namen gemacht. Mit den Jahren sind die Geräte aber immer teurer geworden und die Konkurrenz immer härter. Die preiswerten Xiaomi-Handys wurden immer weniger.

Nun hat Xiaomi mit seiner Sub-Marke Redmi neue Smartphones auf den Markt gebracht, die vielversprechend klingen. Es sieht so aus, als ob der chinesische Hersteller zu alten Werten zurückkehrt. 

Ich habe das Xiaomi Redmi Note 13 Pro+ unter die Lupe genommen und mir angesehen, ob es sich dabei tatsächlich um ein besonders preiswertes Smartphone handelt. 

Design und Display

Das Design ist eine Mischung aus Waterfall-Display und dem moderneren Look mit flachen Kanten. Der Bildschirm und auch die Rückseite ziehen sich leicht über die seitlichen Ränder. Diese sind dann allerdings in einer flachen Optik gehalten. 

Der Rahmen, der den Screen einschließt, ist jedenfalls richtig dünn - auch an der unteren Seite. Das trägt dazu bei, dass das Redmi Note 13 Pro+ richtig hochwertig wirkt. 

Maßgeblich ist das aber der hohen Qualität des Displays zuzuschreiben. Am 6,67 Zoll großen AMOLED-Panel gibt es nämlich kaum etwas auszusetzen. Es ist farbstark, kontrastreich, kommt auf bis zu 120 Hz und eine Helligkeit von bis zu 1.800 nits (peak).

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Technische Spezifikationen

Xiaomi Redmi Note 13 Pro+

  • Maße und Gewicht:  161,4 x 74,2 x 8,9 Millimeter, 204,5 Gramm
  • Display: 6,67" AMOLED, bis 120 Hz, 2.712 x 1.220 Pixel, bis 1.800 nits (peak), Dolby Vision, Corning Gorilla Glass Victus
  • Kamera:
    • 200 MP Hauptkamera: f/1.7, 23mm, 1/1.4", 0,56µm, PDAF, OIS
    • 8 MP Weitwinkel: f/2.2
    • 2 MP Makro: f/2.4
    • Video: 4K@30fps, 1080p@120fps
    • Selfie-Kamera: 16 MP, f/2.4; 1080p@60fps
  • Prozessor: Mediatek Dimensity 7200 Ultra (4 nm)
  • Speicher: 12/512 GB; UFS 3.1
  • Akku: 5.000 mAh, max. 120 Watt, kein kabelloses Laden
  • Sonstiges: Bluetooth 5.3, Wi-Fi 6e 802.11 a/b/g/n/ac/6, NFC, kein microSD-Slot, kein Kopfhöreranschluss, 2x Nano-SIM, eSIM, 5G, IP68
  • Farben: Midnight Black, Moonlight White, Aurora Purple
  • Preis: ab 499,90 Euro (UVP), gesehen ab 389 Euro
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Redmi Note 13 Pro+ im Test

Hochwertige Hauptkamera

Die 200 Megapixel der Hauptkamera klingen vielversprechend. Auch wenn die Sensorauflösung bekanntlich nichts über die Qualität der Bilder aussagt, sind die Fotos in diesem Fall aber recht überzeugend.

Legt man den Maßstab von Mittelklasse-Handys an, dann kommt die Fotoqualität gut weg. Bei Sonnenschein liefert das Redmi Note 13 Pro+ hochwertige Bilder. Es kann gut mit Licht-Schatten-Wechsel umgehen, die Darstellung ist scharf und detailreich. 

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Mäßiger Weitwinkel, rätselhaftes Makro

Etwas anders sieht es beim 8-MP-Weitwinkelobjektiv aus. Hier muss man gegenüber der Hauptkamera einige Abstriche hinnehmen. Zwar sind die Bilder noch immer farbstark und kontrastreich, Schärfe und Darstellung der Details lässt an manchen Stellen aber ein wenig zu wünschen übrig - vor allem im Bereich der Bildränder.

Warum Xiaomi auf dem Redmi Note 13 Pro+ ein Makroobjektiv verbaut, ist ein Rätsel. Es gibt nämlich nicht einmal einen dedizierten Makro-Modus und der Standardmodus lässt keine wirklichen Nahaufnahmen zu. 

Nachtmodus und Porträt

Die Unterschiede zwischen Haupt- und Weitwinkelobjektiv fallen im Nachtmodus noch deutlicher aus. Die Hauptkamera liefert überraschend gute Bilder, bei denen zahlreiche Details ersichtlich sind. Die Schärfe geht in Ordnung und die farbliche Stimmung kommt gut rüber. 

Manchmal übertreibt es die Software im Nachtmodus mit dem Einsatz der automatischen HDR-Bearbeitung. Die Nachtbilder mit dem Weitwinkel sind mehr oder weniger unbrauchbar. Sie sind zu dunkel und die Qualität ist nicht zufriedenstellend. 

Ähnlich sieht es beim Porträt-Modus aus: Während bei gutem Umgebungslicht hochwertige Porträts drin sind, braucht man sich im Nachtmodus keine allzu guten Ergebnisse erwarten. 

Selfies und Videos

Die Selfie-Kamera sowie die Videoaufnahmen mit der Hauptkamera sind von mäßiger Qualität. Während die Selfie-Kamera nicht wirklich überzeugen kann, könnten manche Videos möglicherweise eine passable Qualität erreichen. Wie gut die Videos werden, hängt maßgeblich davon ab, wie die Szenerie und das Umgebungslicht aussehen und wie ruhig man das Gerät halten kann. 

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KI-Tricks mit Fotos

Mit ihren KI-Features zum Bearbeiten der Fotos ziehen Samsung und Google der Konkurrenz davon. Zwar hält auch das Redmi-Phone einige Bearbeitungsfunktionen parat, die mit "AI" gekennzeichnet sind, mit den S24- und Pixel-Geräten können diese Features aber nicht mithalten. 

Das Ergebnis der KI-Bearbeitung ist meistens nicht allzu gut und wirkt oft zu künstlich. Manchmal sind die Edits aber brauchbar. Ein Ausprobieren der KI-Bearbeitungsfunktionen lohnt sich allemal. Außerdem steht ein herkömmlicher und durch und durch brauchbarer Editor zur Verfügung. 

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Leistung und Prozessor

Dass es sich beim Redmi Note 13 Pro+ um ein Mittelklasse-Phone handelt, das möglichst günstig angeboten werden kann, sieht man am Prozessor. Hier kommt ein Mediatek Dimensity 7200 Ultra (4 nm) zum Einsatz, der bereits ein Jahr alt ist. 

Rein von den Zahlen und den Benchmark-Ergebnissen her zu urteilen, kann der Mediatek-Prozessor mit seinen Snapdragon-Pendants nicht mithalten. Im Handy-Alltag wird man nicht allzu viel Unterschied bemerken. Der Mediatek-Chip ist absolut in der Lage, all die gängigen Apps mühelos zu schupfen. 

Ziemlich arg finde ich, dass Xiaomi das Redmi Note 13 Pro+ mit einer Mindestspeichergröße von 512 GB und 12 GB RAM ins Rennen schickt. Der große Speicher ist zwar praktisch, viele kommen aber mit 128 oder 256 GB aus und könnten sich dadurch Geld sparen. 

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Software und Update-Garantie

Ein bisschen arg ist auch, dass das Redmi Note 13 Pro+ noch mit Android 13 ausgeliefert wird, obwohl Android 14 bereits seit Oktober verfügbar ist. Zum Einsatz kommt die Xiaomi-Benutzeroberfläche MIUI 14

Dieses User-Interface ist bereits ziemlich in die Jahre gekommen und wirkt mittlerweile recht inspirationslos. Xiaomi hat allerdings angekündigt, seine neue Android-Adaption HyperOS demnächst auch nach Europa zu bringen. 

Das Redmi Note 13 Pro+ soll zu jenen Geräten gehören, die damit kompatibel sind. Möglich, dass HyperOS für Europa Ende Februar im Rahmen des Mobile World Congress veröffentlich wird und es anschließend ein entsprechendes Update für das Redmi-Phone gibt. 

Das Redmi Note 13 Pro+ 5G wird 4 Jahre lang mit Sicherheits-Updates versorgt und bekommt 3 Jahre lang Android-Upgrades. Wie es mit den anderen Redmi-Note-Geräten aussieht, hat Xiaomi noch nicht bekannt gegeben. 

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Akku-Laufzeit und extreme Ladeleistung

Beim Akku kommt zwar ein riesiger 5.000-mAh-Akku zum Einsatz, mit einer extra langen Laufzeit kann dieser aber nicht aufwarten. Die Akku-Laufzeit des Redmi Note 13 Pro+ liegt im Durchschnitt, was bedeutet, dass man einen Tag zwar locker auskommen sollte, ein zweiter Tag wird aber nicht drin sein. 

Beim kabelgebundenen Aufladen ist das Redmi Note 13 Pro+ mit einer maximalen Ladeleistung von 120 Watt extrem schnell unterwegs. 5 Minuten reichen, um das Gerät von 4 auf 31 Prozent aufzuladen. Nach insgesamt 10 Minuten ist Handy bereits bis zur Hälfte aufgeladen. 

Positiv ist, dass das passende 120-Watt-Schnellladegerät im Lieferumfang enthalten ist. Ein Downer ist, dass kabelloses Laden erst gar nicht unterstützt wird. All jene, die Wireless-Charging in ihrem Alltag integriert haben und daran gewöhnt sind, werden enttäuscht sein. 

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Redmi Note 13 Pro+ im Test

Fazit

Mit dem Redmi Note 13 Pro+ kehrt Xiaomi tatsächlich zu den alten Werten zurück. Für den Preis von 389 Euro (12/512 GB) bekommt man ein hochwertiges Gerät, das vor allem mit seinem Display, der Hauptkamera und der Ladeleistung überzeugen kann. 

Auch wenn es Abstriche beim Prozessor, der Weitwinkelkamera und ein paar Kleinigkeiten gibt, ist das Redmi Note 13 Pro+ immer noch ein preiswertes Gerät, das eine Brücke zwischen Mittelklasse und Highend-Segment schlägt. 

Ohne sie getestet zu haben, wirken die anderen Geräte der Redmi-Note-13-Reihe noch interessanter. Mir gefällt das Design besser, sie haben zum Teil komplett dasselbe Kamera-Setup und sind deutlich günstiger - etwa das Xiaomi Redmi Note 13 Pro 5G ab 329 Euro (hier auf Amazon) oder das Xiaomi Redmi Note 13 Pro 4G ab 269 Euro (hier auf Amazon).

Die Konkurrenz

Ein Blick auf vergleichbare Geräte zeigt, dass sich Xiaomi hier in einem besonders hart umkämpften Preisbereich befindet. 

Xiaomi Redmi-Note-13-Serie

Xiaomi Redmi-Note-13-Serie

Die Redmi-Note-Reihe

Ein Wort noch zu den anderen Redmi-Note-13-Geräten: Hier herrscht ein ziemliches Chaos. Es ist zwar begrüßenswert, dass Xiaomi mit vielen verschiedenen Geräten für alle Preisklassen etwas parat hält, bei all diesen Handys kann es allerdings schnell zu Verwirrungen kommen. 

Das Redmi Note 13 Pro+ ist das einzige Gerät dieser Serie, das mit dem Waterfall-Look kommt. All die anderen Redmi-Note-Geräte kommen mit einem anderen Design - mit flachen Kanten, ohne Waterfall-Anspielungen.

Xiaomi Redmi Note 13 Pro 5G

Deutlich günstiger als das hier getestete Spitzengerät gibt es das Redmi Note 13 Pro 5G, das über genau dasselbe Kamera-Setup verfügt und von einem Qualcomm Snapdragon 7s Gen 2 (4 nm) angetrieben wird. Abstriche muss man bei der Ladeleistung und der Bildschirmhelligkeit hinnehmen. Das Xiaomi Redmi Note 13 Pro 5G (8/256 GB) gibt es aber bereits ab 329 Euro - hier auf Amazon

Xiaomi Redmi Note 13 Pro 4G

Dasselbe Gerät ohne 5G hat ebenso dieselbe Kameraausstattung wie das 13 Pro 5G und das 13 Pro+, setzt aber auf einen Mediatek Helio G99 Ultra. Abstriche muss man also in erster Linie beim Prozessor und dem Mobilfunk in Kauf nehmen. Das Xiaomi Redmi Note 13 Pro 4G (8/256 GB) gibt es aber bereits ab 269 Euro - hier auf Amazon. 

Xiaomi Redmi Note 13 5G 

Die Nicht-Pro-Geräte der Redmi-Note-13-Reihe kommen mit niedrigeren Kameraspezifikationen, Abstrichen bei der Ladeleistung, beim Display und beim Prozessor - in diesem Fall ein Mediatek Dimensity 6080 (6 nm). Zu haben ist das Xiaomi Redmi Note 13 5G (6/128 GB) bereits ab 239 Euro - hier auf Amazon. 

Xiaomi Redmi Note 13 4G

Das Standardgerät ohne 5G ist nahezu ident mit dem 5G-Modell - das trifft auf Kamera, Screen, Akku und Speicher zu. Angetrieben wird das 4G-Modell von einem Qualcomm Snapdragon 685 (6 nm). Zu haben ist das Xiaomi Redmi Note 13 4G (6/128 GB) bereits ab 179 Euro - hier auf Amazon

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Florian Christof

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Großteils bin ich mit Produkttests beschäftigt - Smartphones, Elektroautos, Kopfhörer und alles was mit Strom betrieben wird.

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