© Impossible Foods

Science
12/30/2019

Fleischindustrie: Burger auf Pflanzenbasis lassen Männern Brüste wachsen

Vertreter der Fleischindustrie sind davon überzeugt, Fleischersatzprodukte würden das Wachstum von Männerbrüsten fördern.

Ein Artikel in der Washington Post sorgte für Aufsehen: Der Tierarzt James Stangle rechnete vor, dass der Konsum des Impossible Whoppers, der bei der Fast Food Kette Burger King verkauft wird, zum Wachstum von Männerbrüsten führe. Der fleischlose Burger wird von der Firma Impossible Foods hergestellt und besteht unter anderem aus Soja und Kartoffel sowie Kokosnuss- und Sonnenblumenöl. 

Stangle vergleicht den Impossible Whopper mit einem normalen Whopper. Demnach habe die pflanzenbasierte Variante 44 Miligramm Östrogen. Der reguläre Whopper habe hingegen nur 2,5 Nanogramm des weiblichen Sexualhormons, was 18 Millionen Mal weniger als beim Fleischlos-Burger sei. Bei täglichem Konsum von vier Impossible Whoppern nehme man genug Östrogen zu sich, um Männern Brüste wachsen zu lassen, schreibt Stangle. Hingegen müsste man 362 Kilogramm Rindfleisch essen, um diesen Effekt zu erzielen.

Konservative Nachrichtenmagazine wie National File nahmen die Aussage auf und beschrieben Fleischersatzprodukte als "ein genetisch modifizierter Organismus, voll von kalorienreichen Ölen, die Männern Brüste wachsen lassen, wenn man genügend davon konsumiert."

Keine wissenschaftliche Basis

Wie Ars Technika berichtet, gibt es für diese Behauptungen allerdings keine wissenschaftliche Basis. Die Theorie bezieht sich auf die in Soja enthaltenen Isoflavone, die sich ähnlich verhalten, wie Östrogen. Die Brüste-Theorie geht auf einen Fall von 2008 zurück. Einem 60-jährigen Mann waren Brüste gewachsen, nachdem er täglich 2,8 Liter Sojamilch getrunken hatte. Forscher hatten daraufhin angemerkt, dass die exzessive Einnahme aller Lebensmittel zu Nebenwirkungen führen könnte. 

Weitere Studien bestätigten zudem, dass der Hormonhaushalt von Männern und die Produktion von Spermien in keinster Weise von Sojaprodukten beeinträchtigt würde. Langzeitstudien zu diesem Thema gibt es derzeit zwar nicht, der exzessive Konsum aller Lebensmittel, inklusive Wasser, wird allerdings nie empfohlen.

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