Science
08.08.2018

Sonde zeigt Milliarden Jahre alten Asteroiden in Nahaufnahme

Die japanische Raumsonde Hayabusa2 hat sich dem Asteroiden Ryugu im Tiefflug genähert. Die Fotos der Oberfläche sind wenig einladend.

Die japanische Asteroiden-Sonde Hayabusa2 ist dem Asteroiden Ryugu fast vier Jahre hinterhergejagt und hat den Himmelskörper Ende Juni erreicht. Erst kürzlich ist die Sonde rund 850 Meter über der Oberfläche von Ryugu geflogen, um die Schwerkraft auf dem Himmelskörper auszutesten.

Hayabusa2 hat die Gelegenheit genutzt und beim Überfliegen detaillierte Nahaufnahmen der Oberfläche angefertigt. Die Bilder zeigen ein Grau-in-Grau aus Sand und unzähligen Gesteinsbrocken. Die Aufnahmen erinnern ein wenig an die Rosetta-Mission der ESA.

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Der Plan der japanischen Raumfahrtagentur Jaxa sieht vor, die Sonde auf dem Asteroiden zu landen. Ziel ist es, Gesteinsproben einzusammeln und wieder zurück zur Erde zu bringen.

Der Asteroiden Ryugu

Der Milliarden Jahre alten Asteroiden Ryugu, der im Fokus der japanischen Weltraum-Mission Hayabusa2 steht, hat einen Durchmesser von etwa 900 Meter. Er dreht sich um sich selbst und befindet sich auf einer elliptischen Bahn um die Sonne, auf der er von knapp außerhalb des Mars-Orbits bis knapp innerhalb des Orbits der Erde reist.

Vorgänger schrieb Geschichte

Die Vorgänger-Sonde Hayabusa der japanischen Raumfahrtagentur Jaxa war das erste Raumfahrzeug, das Gesteinsproben eines Asteroiden zur Erde gebracht hat. Sieben Jahre nach dem Start ist die Sonde 2010 wieder auf der Erde gelandet, mit 1500 Bodenproben vom Asteroiden "25143 Itokawa" im Gepäck.