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So will General Motors den Branchenprimus Tesla überholen

General Motors hat in der Vergangenheit nie einen Hehl daraus gemacht, dass der US-Autohersteller den Branchenprimus Tesla bei Elektroautos überholen möchte. Nun hat GM einen Plan angekündigt, mit dem das Unternehmen von Elon Musk in den Schatten gestellt werden soll.

Bei diesem Vorhaben geht es allerdings gar nicht um neue Elektroautos, etwaigen Förderungen oder Kampfpreise. Vielmehr zielt das Projekt von GM auf die Errichtung einer lückenlosen Ladeinfrastruktur ab.

GM-Händler sollen zu Ladestationen werden

90 Prozent der US-Bevölkerung wohne weniger als 10 Meilen (rund 16 Kilometer) von einem GM-Händler entfernt, erklärte Hoss Hassani, bei GM zuständig für das Elektroauto-Ökosystem, vor einigen Tagen. Das sei der ideale Boden, um eine Ladeinfrastruktur aufzubauen.

GM habe dabei vor allem die Regionen weit ab von den Städten im Fokus. Man wolle auf ländliche Gebiete abzielen, die bei der bestehenden Ladeinfrastruktur meist vernachlässigt werden.

Dichtes Netz, niedrige Ladeleistung

In den USA und Kanada verzeichnet General Motors insgesamt 4.450 Händler. Diese will GM mit entsprechenden Ladestationen ausstatten und daraus ein Netz aus mehr als 40.000 Ladepunkten spannen. Etwas mehr als 1.000 Händler hätten sich bis Anfang Dezember bereit erklärt, bei dem Projekt mitzumachen.

Konkret will GM die Händler mit bis zu 10 Ladesäulen ausstatten. Jede davon soll eine Ladeleistung von bis zu 19,2 kW (Level 2, AC) ermöglichen. Damit soll sich der Akku von Elektroautos - je nach Modell - in ungefähr 3 Stunden bis zu 80 Prozent aufladen lassen, meint Hassani.

Tesla und die Supercharger

Ein Blick auf die Tesla-Konkurrenz zeigt, dass der Elektroautobauer von Elon Musk hier bereits einen Schritt weiter ist. Mit seinem Supercharger-Netzwerk bietet Tesla in Nordamerika derzeit 1.772 Ladestationen an. Durchschnittliche befinden sich 9 Ladesäulen an jeder Ladestation.

Ein entscheidender Vorteil der Supercharger ist die hohe Ladeleistung. Während GM auf Wechselstrom AC (Level 2) setzt, bauen die Tesla-Ladesäulen auf Gleichstrom DC (Level 3) auf. Auf der Tesla-Website heißt es, dass damit einem Elektroauto in nur 15 Minuten eine Reichweite von rund 520 Kilometer verliehen werden kann.

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