Mit einem Schwips Hanteln stemmen: Tut das dem Körper gut?

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Apps

Die besten Fitness-Companions für iOS und Android

Ob Anfänger oder Profi, wer mit Fitnessgeräten zu Hause oder im Studio arbeitet, möchte den eigenen Fortschritt verfolgen. Neben der Aufzeichnung der Workouts braucht es gerade für neue Geräte auch technische Unterstützung.

Die richtige Benutzung der vielen verschiedenen Geräte ist nicht immer sofort klar. Einige Apps kombinieren aber praktischerweise das Logbuch mit umfangreichen Erklärvideos und Hilfestellungen.

Wir stellen euch diese Fitness-Companions  vor:

  • Gym Hero: iOS
  • Strong: iOS und Android
  • Gymaholic: iOS
  • JEFIT: iOS und Android

Gym Hero

Bei Gym Hero liegt der Fokus voll und ganz auf Tracking und Analyse unseres Trainings. Die App dient als umfangreiches Logbuch, welches sämtliche Übungen aufzeichnet und uns gleichzeitig beim Nachverfolgen unseres Fortschritts unterstützt. Im Urzustand begegnet uns die App verhältnismäßig blank.Im Hauptmenü finden wir einen großen Zähler mit den bisher geschafften Workouts. Darüber hinaus gibt es einige Funktionen zur Datensammlung und -interpretation.

So können wir unter dem Punkt „Workout eingeben“ unsere ganz individuellen Workouts erstellen. Nachdem wir einen Namen festgelegt haben, können wir dann jede einzelne Übung verzeichnen. Eine neue Übung kann etwa Bankdrücken oder Hanteltraining sein. Theoretisch lassen sich auch Geräte wie Crosstrainer, Stepper oder Fahrrad eintragen. Die jeweiligen Sets und Gewichte können dann sortiert untereinander eingetragen werden, um die Übersicht zu behalten.

Zu jedem Workout lassen sich außerdem Notizen anlegen, die etwa zur Aufzeichnung des allgemeinen Wohlbefindens oder für andere Anmerkungen dienen. Sollten wir Workouts oder Übungen später wiederholen wollen, speichert die App diese als Vorlage. Sämtliche Vorlagen können zusätzlich nach Belieben angepasst werden. Für all jene, die geführt werden wollen, bietet die App auch eine Übungsdatenbank an, in der fast 300 Übungen für verschiedenste Bereiche zur Verfügung stehen.

Per In-App-Kauf können außerdem fertige Trainingspläne für spezielle Vorhaben erworben werden. Zur Erfassung des eigenen Fortschritts können wir auch sogenannte Progress Pics hinterlegen und in der Premium-Version umfangreiche Statistiken einsehen.

Gym Hero Fitness Tracker ist kostenlos für iOS erhältlich.

Strong

Die App Strong ist für all jene geeignet, die ihre Cardio- und Kraftübungen umfangreich tracken wollen und gleichzeitig Interesse an einer großen Community haben. Strong bietet ein modernes Interface mit umfangreichen Funktionen, um jedes kleinste Detail unserer Workouts im Blick zu behalten. Auch bei Strong können wir als ersten Einstieg unsere Standard-Workouts definieren. Dafür legen wir einen Namen fest und fügen dann die jeweiligen Übungen zum Workout hinzu.

Die App bietet hier unzählige Übungen in einer Liste an, aus der wir per Knopfdruck alles Wichtige herauspicken können. Haben wir unser Workout gestartet, lassen sich sämtliche Bestandteile unserer Übungen ganz unkompliziert eintragen. Machen wir etwa Bankdrücken, können wir das jeweilige Gewicht und die Sets hinterlegen. Haben wir ein Set erledigt, lässt sich dieses per Fingertippen einfach abhaken. Wiederholen wir unser Workout bereits, zeigt uns Strong unsere bisherigen Erfolge und ermöglicht uns beispielsweise, die Gewichte oder die Sets mit einem Knopfdruck zu steigern.

Außerdem lassen sich einzelne Sets als Aufwärm-Set, Drop-Set oder als fehlgeschlagen definieren. Aufgrund der umfangreichen Datenbank hält Strong einiges an Informationen für uns bereit. So bekommen wir zu den jeweiligen Übungen Tipps, wie diese ausgeführt werden sollten, welche Muskelgruppen trainiert werden und wie unser bisheriger Fortschritt in der Kategorie aussieht.

Auch Strong hält jede Menge statistische Auswertungen für uns bereit. Ein großer Bestandteil der App ist obendrein der Community-Bereich. Hier können wir uns die Workouts von anderen ansehen und uns von verschiedensten Kombinationen inspirieren lassen.

Strong ist kostenlos für iOS und Android erhältlich.

Gymaholic

Auch Gymaholic bietet ein umfangreiches Trainings-Logbuch, um den eigenen Fortschritt zu tracken und neue Übungen in die Trainingsroutine aufzunehmen. Im Dashboard von Gymaholic bekommen wir die wichtigsten Daten zu unseren Workouts kurz und kompakt präsentiert. Unter anderem sehen wir die Tage seit dem letzten Workout, welche Muskelgruppen trainiert wurden und eine Übersicht über alle Workouts der vergangenen Wochen. Ist die App mit Apple Health verbunden, bekommen wir außerdem unser aktuelles Gewicht und Körperfett eingeblendet.

Im Reiter Workouts können wir uns eigene Workouts anlegen oder vorgefertigte wählen. Zum Beispiel findet sich hier das Workout „Anfänger Tag 1“, in dem Übungen aus Bankdrücken, Kurzhantel- und Langhanteltraining kombiniert werden. Für jede Übung und für jedes einzelne Set können die Gewichte und Wiederholungen eingetragen werden, ebenso können jederzeit die Sets individuell angepasst werden. Wird das Workout gestartet, zählt die App auf Wunsch mit oder lässt uns manuell die jeweiligen Sets als erledigt markieren.

Sämtliche Übungen und das gesamte Workout können dabei auf Sets oder Zeit trainiert werden. Wollen wir uns eine eigene Fitnessroutine erstellen, können wir die Workouts auch von Gymaholic im Kalender automatisch hinterlegen lassen. Ein ganz besonderes Feature von Gymaholic ist aber der AR-Fitness-Trainer. Hier können wir uns ein weibliches oder männliches AR-Modell auswählen, welches uns die jeweiligen Übungen in der Augmented Reality zeigt.

Die App zeigt uns dabei nicht nur die richtige Haltung und Nutzung der Geräte, auch die trainierten Muskelgruppen werden passend zum Bewegungsablauf angezeigt. Um die vielen Übungen nutzen zu können, ist aber ein Abonnement notwendig. 4 Euro im Monat oder 34 Euro im Jahr werden dafür fällig. Wer seine eigenen Workouts zusammenstellt, wird möglicherweise auch mit der kostenlosen Variante gut bedient sein.

Gymaholic ist kostenlos für iOS erhältlich.

JEFIT

JEFIT versteht sich als Workout-Planer und Tracker und greift uns bei sämtlichen Komponenten des Trainings unter die Arme. Beim ersten Start von JEFIT bekommen wir allerhand Fragen gestellt, die uns beim perfekten Workout unterstützen sollen. Unter anderem möchte die App von uns Alter, Gewicht und Größe wissen. Außerdem sollen wir angeben, ob wir Anfänger oder Profis sind und was unser Ziel ist. Fitness erhalten, Gewicht abbauen oder Muskeln aufbauen stehen hier zur Auswahl.

Zusätzlich können wir noch bestimmen, ob wir die App als Tracker benötigen oder rein für Intervalle nutzen möchten. Anhand der bereitgestellten Daten bietet die App uns dann verschiedenste Workout-Routinen an. Haben wir uns für eine entschieden, legt JEFIT diese auf Wunsch in unserem Kalender an und erinnert dann immer rechtzeitig an das nächste Workout. Im Reiter „Workout“ finden wir dann unseren aktuellen Trainingsplan und können auf Knopfdruck direkt loslegen. JEFIT bestimmt dabei vollautomatisch anhand unserer Angaben, wie viele Sets wir mit wie viel Gewicht erledigen sollten.

Auch die Entspannungsphasen zwischendurch sind vordefiniert. Selbstverständlich können wir aber sämtliche Parameter jederzeit nach unserem Geschmack anpassen. Zu jedem Workout können wir zusätzlich einstellen, ob wir reine Erinnerungen zu den Übungen wollen oder professionellen Input benötigen.

Interessiert uns das Training bestimmter Körperregionen, hält JEFIT den Reiter „Excerise“ für uns bereit. Hier werden die verschiedenen Übungen nach Muskelgruppen bzw. Cardio aufgeteilt, um gezielt die gewünschten Bereiche trainieren zu können. Haben wir passende Übungen gefunden, können wir diese direkt zu unserm bestehenden Trainingsplan hinzufügen.

Auch JEFIT zeichnet unseren Fortschritt kontinuierlich auf und zeigt uns im Logbuch, wie wir uns über die vergangenen Einheiten geschlagen haben. Über die Freundesliste lassen sich die aufgezeichneten Workouts-Streaks auch mit Freunden zur gegenseitigen Motivation teilen.

JEFIT ist kostenlos für iOS und Android erhältlich.

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Amir Farouk

Early-Adopter. Liebt Apps und das Internet of Things. Schreibt aber auch gerne über andere Themen.

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