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Apps

Die besten RSS-Reader für iOS und Android

Die RSS-Technologie ist auch in Zeiten von nativen News-Apps und sozialen Netzwerken nicht wegzudenken. Bereits mehr als 20 Jahre alt, gehört der RSS-Feed noch heute zur Standardausstattung einer guten Webseite. Dank RSS holen wir uns sämtliche interessant Inhalte ohne großen Aufwand tagesaktuell auf Smartphone und Tablet.

Wir stellen euch diese RSS-Reader Apps vor:

  • Flipboard: iOS und Android
  • Feedly: iOS und Android
  • Reeder 5: iOS
  • Palabre: Android
  • Inoreader: iOS und Android

Flipboard

Einer der beliebtesten und wohl auch ältesten RSS-Reader in den App Stores ist Flipboard. Ursprünglich für das erste iPad entwickelt, wurde die App schnell auch für iPhone, iPod Touch und später für Android-Geräte veröffentlicht. Flipboard zeichnet sich vor allem durch ein modernes User-Interface sowie eine einfachen Bedienung aus.

Nutzer*innen bekommen sämtliche Inhalte in unterschiedlich dimensionierten Kacheln präsentiert, die unsere Inhalte bereithalten. Flipboard kombiniert dabei sowohl vordefinierten Content sowie benutzerdefinierte Feeds, die jederzeit eingebunden werden können. Anhand von Fragen nach Interessen erstellt uns die App schon beim Start ein persönliches Magazin. Kombiniert werden hier die Themengebiete aus verschiedensten Zeitungen und Zeitschriften und sogar Tweets.

Die eingespeisten Inhalte werden in der App aber nicht einfach nur durcheinander gewürfelt. Stattdessen sortiert Flipboard nach Themenbereichen und bietet uns Übersichtsseiten mit gemischten Themen sowie themenspezifische Reiter an. Möchten wir etwa Foodporn von Technologie trennen, können wir die jeweiligen Themeninhalte getrennt voneinander aufrufen. Grafisch erscheint Flipboard wie ein eigens zusammengestelltes Magazin.

Bei der Präsentation der verschiedene Artikel werden vor allem Titelbilder und Überschrift prominent platziert, möchten wir die Themen weiter durchstöbern können wir per Wischgeste einfach umblättern. Auch als aufgehübschte Linksammlung eignet sich Flipboard bestens. Thematische Sammlungen lassen sich jederzeit mit einzelnen Links befüllen und wie ein Magazin durchblättern. Eigens erstelle Magazine können dann laufend mit anderen geteilt werden.

Flipboard ist kostenlos für iOS und Android erhältlich.

Feedly

Auch Feedly gehört zu den wohl beliebtesten Apps im Bereich RSS-Reader. Feedly legt weniger Wert auf überbordendes Design und setzt stattdessen auf Inhalte. Direkt beim ersten Start der App möchte Feedly uns den Einstieg so angenehm wie möglich machen. Aus einer vordefinierten Auswahl an Zeitungen und Zeitschriften bittet uns die App eine Auswahl zu treffen. Abgedeckt werden hier allgemeine News bis hin zu Veröffentlichungen mit Fokus auf Lifestyle, Technologie und andere Themenbereiche.

Die hier getroffene Auswahl soll aber lediglich den Start mit einer leeren Feed-Liste verhindern. Dem RSS-Standard entsprechend ermöglicht Feedly nämlich die Einbindung von noch mehr Quellen als „nur“ Zeitungen. Verteilt über insgesamt fünf Reiter und einige Unterkategorien, bietet uns die App unzählige Optionen. Zum Hinzufügen von neuen Quellen müssen wir auf den Reiter mit dem Plus-Symbol tippen. Hier können wir bereits angelegte Kategorien wie Sport, Tech, Kultur oder Finanzen nach neuen Quellen durchsuchen.

Haben wir bereits einen Feed im Auge, können wir dessen Link aber auch einfach über die Suchmaske hinzufügen. Neben klassischen RSS-Feeds erhalten Premium-Nutzer*innen unter anderem die Möglichkeit zur Einbindung von Tweets, Reddit und Newslettern. Gewünschte Inhalte können dann sowohl allgemein abgelegt als auch bestimmten Unterkategorien zugeordnet werden, um geordnete Seiten für verschiedene Themen aufrufen zu können. Der zentrale Ausgangspunkt der App ist aber die Today-Seite.

Hier versammeln sich sämtliche von uns gewünschten Inhalte tagesaktuell. Feedly unterscheidet im Reiter Today zwischen „Me“ und „Explore“. Während ersterer unsere abonnierten Inhalte anzeigt, sehen wir unter Explore auch Artikel außerhalb unserer Vorgaben. Da bei Feedly der Text im Vordergrund steht, gibt es hier keine großartig gestylten Seiten.

Stattdessen können wir zwischen den Modi „Text-Only“, „Magazin“ und „Cards wählen, die am Ende genaugenommen lediglich die Darstellung des Titelbildes beeinflussen. Ein besonderes Feature von Feedly ist die Unterstützung von Webseiten ohne RSS-Feed. Der sogenannte RSS-Builder unterstützt uns hier beim Abgreifen der gewünschten Informationen und bindet diese in unsere Übersicht ein.

Feedly ist kostenlos für iOS und Android erhältlich.

Reeder 5

Die App Reeder 5 kann in Sachen Popularität nicht mit Flipboard und Feedly mithalten, bietet mit ihrem Funktionsumfang aber eine gute Alternative zu den beiden Platzhirschen. Reeder 5 setzt auf eine Mischung aus schlichtem, geradlinigem Design und praktischen Features, die den RSS-Alltag erleichtern sollen. Erstmalig gestartet, gilt es, die App mit Inhalten zu füllen. Das kann ganz einfach im Dashboard erledigt werden. Über das im Eck platzierte Plus-Symbol können sämtliche Inhalte in die App eingebunden werden.

Dabei steht uns frei, ob wir einzelne RSS-Feeds eintippen oder mit einer bereits vorhandenen Liste starten. So wird etwa der Import per OPML-Datei unterstützt. Ebenso unterstützt werden eine Vielzahl an externen Services, die den Start und die zukünftige Nutzung mit Reeder noch einfacher machen. Feedly, Feedbin, Instapaper oder auch Pocket gehören zu den vielen Diensten, die direkt in der App genutzt werden können. Die Inhalte der jeweiligen Services können dabei getrennt eingesehen werden, um bei gleichzeitiger Nutzung die neusten Inhalte direkt im Blick zu haben. In Sachen Design hält sich Reeder 5 verhältnismäßig zurück.

Ein Umstand, der vor allem RSS-Puristen gefallen wird. In der dezenten Reiter-Leiste können wir zwischen den verschiedenen Menüpunkten hin und her switchen. Reeder 5 ermöglicht uns hier das Einblenden ungelesener Inhalte sowie den Zugriff auf verschiedenste Kategorien. So können wir uns die Inhalte etwa pro Quelle anzeigen lassen oder eigene Ordner für Themengebiete erstellen.

Die jeweiligen Texte lassen sich nach eigenem Geschmack in der Gestaltung anpassen und unterstützen dabei sogar Bionic Reading. Das Zusatzfeature bedient sich einer speziellen Technik, die uns durch das Hervorheben von einzelnen Buchstaben oder Wortteilen das schnellere Lesen und Verinnerlichen von Texten ermöglichen soll.

Reeder 5 ist um 4,99 Euro für iOS erhältlich.

Palabre

Bei Palabre handelt es sich um einen Android-exklusiven RSS-Reader, der ansprechendes Design mit den wichtigsten Funktionen verknüpfen möchte. Direkt beim Start der App fragt uns Palabre nach unseren Vorlieben in Sachen News-Quellen sowie nach Interessen. Schon von Haus aus liefert die App dabei bestimmte Vorschläge mit relativ bekannten Quellen sowie Themen, die einzeln oder im Ganzen abonniert werden können.

Selbstverständlich dienen diese Vorschläge aber auch hier nur als Orientierung. Palabre unterstützt alle wichtigen Formate, darunter auch den Import via OMLP, womit wir den Umzug ganzer Listen theoretisch per Knopfdruck erledigen können. Neben klassischen RSS-Inhalten unterstützt die App auch die Einbindung von Twitter, Flickr und Feedly.

Außerdem kann die „Read-Later“-Funktion neben Palabre selbst auch Pocket und Instapaper füttern. In Sachen Design geht die App einen etwas anderen Weg. Im Vergleich zu vielen anderen RSS-Readern hat man sich hier für etwas mehr Optik entschieden.

So werden die Inhalte in unterschiedlichen Kacheln eingeblendet und prominent bebildert. Neben dem Magazin-Layout gibt es auf Wunsch aber auch hier eine verhältnismäßig schlichte Listen-Ansicht. Auch für Nutzer*innen von Android Wear hat Palabre etwas zu bieten. So können theoretisch neue Einträge jederzeit auf der Uhr gelesen oder für später markiert werden.

Palabre ist kostenlos für Android erhältlich.

Inoreader

Die App Inoreader verspricht mit ihren Features die vollständige Kontrolle über die schier unendliche Auswahl an RSS-Quellen und News. Auch Inoreader bietet uns zum Start eine große Auswahl an vordefinierten Quellen, die wir für den Einstieg nutzen können. Gewählt werden kann aus verschiedenen Publikationen sowie nach Themen sortiert. Auch hier können wir aber ganz einfach unsere eigenen Inhalte einpflegen.

Der Newsfeed von Inoreader gehört sicherlich zu den aufgeräumtesten unter den Reader-Apps. News-Inhalte werden hier im Fullscreen dargestellt ohne, dass irgendwelche Reiter oder Menüs die Optik stören. Stattdessen befinden sich sämtliche Menüs hinter einem Burger-Button, der sowohl Themen-Ordner als auch ganze Quellen sortiert bereithält.

Inoreader unterstützt eine Fülle an externen Diensten, die das Speichern und Teilen von Artikeln ermöglichen. Dazu gehörten unter anderem Pocket, Instapaper, Dropbox und Google Drive sowie OneNote. Außerdem kann direkt in soziale Netzwerke gepostet werden. Ein besonders interessantes Feature bei Inoreader ist die Filterfunktion.

Hier können wir bestimmte Bedingungen definieren, die uns aus den gespeicherten Quellen Artikel herausfiltern. Löst einer der Filter aus, lassen sich dann bestimmte Aktionen wie die Zuordnung zu bestimmten Listen oder Push-Benachrichtigungen auslösen.

Inoreader ist kostenlos für iOS und Android erhältlich.

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Amir Farouk

Early-Adopter. Liebt Apps und das Internet of Things. Schreibt aber auch gerne über andere Themen.

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