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© APA/AFP/CHRISTOF STACHE / CHRISTOF STACHE

Digital Life

Diskriminierung: Apple-Angestellte starten #AppleToo

Während andere Unternehmen aus dem Silicon Valley öffentlich für ihre diskriminierenden Arbeitsverhältnisse kritisiert wurden, hatte Apple bisher eine weitgehend weiße Weste vorzuweisen. Damit ist nun Schluss. Apple-Angestellte zeigen unter dem Hashtag #AppleToo auf, dass es auch bei Apple Diskriminierung aufgrund von Hautfarbe, Abstammung, Geschlecht und anderen Gründen gibt.

Wer aufmuckt, wird isoliert

Auf der neu gegründeten Webseite Apple Too schreiben sie: "Zu lange schon ist Apple der öffentlichen Überprüfung entgangen." Bei Apple herrsche eine Geheimhaltungskultur, die wie eine undurchsichtige, einschüchternde Burg sei. Werde Diskriminierung intern aufgezeigt, werden Personen Opfer von Isolation, Degradierung und "Gaslighting".

Mehrere Kanäle geöffnet

Ziel von Apple Too sei es, dass dies zukünftig nicht mehr geschehe. "Wir haben mit unserer Führung gesprochen. Wir waren beim Personalteam. Nichts ist geschehen." Das Gründerteam, zu dem laut The Verge nur 15 Personen gehören, hat außerdem einen Twitter-Kanal geschaffen. Für Apple-Mitarbeiter*innen wurde ein interner Discord-Kanal gegründet.

"Höchste Zeit"

Die Bemühungen begrüßt u.a. Timnit Gebru, die bei Apple und danach bei Google gearbeitet hatte. Bei letzterem Arbeitgeber zeigte sie Rassismusfälle im Konzern auf. Über ihre Zeit bei Apple hat sie bisher nie gesprochen. Nun aber gibt sie zu Protokoll: "Ich habe so viele schreckliche Dinge erlebt, als ich bei Apple war und habe mich immer gewundert, wie sie das Rampenlicht vermeiden. Ich bin glücklich, dass sich Apple-Mitarbeiter*innen organisieren. Es ist höchste Zeit, dass Apple zur Rechenschaft gezogen wird."

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