Musk könnte ein Datenleck teuer zu stehen kommen.

Musk könnte ein Datenleck teuer zu stehen kommen. 

© APA/AFP/BRENDAN SMIALOWSKI

Digital Life

Elon Musk wird mit 400 Millionen Twitter-Nutzerdaten erpresst

In dem Hackerforum breached.vc bietet jemand persönliche Daten von 400 Millionen Twitter-Nutzer*innen an. Darunter sind jene von Prominenten wie Apple-Mitgründer Steve Wozniak oder Ex-US-Präsident Donald Trump. Neben Klar- und Usernamen, soll der Datensatz auch Informationen wie Telefonnummern und Mailadressen enthalten. 

Bußgeld in Millionenhöhe droht

Einer der mutmaßlichen Drahtzieher*innen mit dem Alias "Ryushi" richtet sich im Forum direkt an Twitter-CEO Elon Musk: "Sie riskieren bereits eine DSGVO-Geldstrafe für über 5,4 Millionen Verstöße", spielt Ryushi auf ein Datenleck an, das bei Twitter im November bekannt wurde. "Dann stellen Sie sich die Geldstrafe für 400 Millionen Verletzungen vor", so der Erpresser weiter. Um das Bußgeld der Behörden nach einem Leak zu vermeiden, sei es Musks und Twitters beste Option "diese Daten exklusiv zu kaufen". 

Welche Summe von Musk oder Twitter genau zu entrichten sind, geht aus dem Forumbeitrag nicht hervor. Bleeping Computer ist mit den Verantwortlichen allerdings in Kontakt getreten. Laut einem Bericht des Mediums verlangen sie 200.000 US-Dollar. Im Gegenzug werde man die Daten löschen, heißt es. Bislang haben weder Twitter noch Elon Musk öffentlich auf den Erpressungsversuch reagiert.

Facebook musste bereits zahlen

Twitter könnte mit dem Leak ein ähnliches Schicksal ereilen wie Meta. Der Facebook-Mutterkonzern musste erst kürzlich 276 Millionen Dollar Strafe zahlen, nachdem in einem Hackerforum Daten von rund einer halbe Milliarde Nutzer*innen aufgetaucht waren.

Das von Erpresser Ryushi erwähnte Datenleck, welches im November bekannt wurde, könnte den Kurznachrichtendienst teuer zu stehen kommen. Damals hatten Angreifer*innen über eine Sicherheitslücke im Anmeldeprozess persönliche Informationen ausgelesen und schließlich zum Verkauf angeboten. Die irische Datenschutzbehörde hat vergangene Woche eine Verfahren diesbezüglich gegen Twitter eingeleitet.

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