Mission Impossible: Fallout

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Russland will Tom Cruise bei erstem Film im All überholen

Das Rennen um „das erste Mal im All“ könnte an Russland gehen – zumindest in der Kategorie „Spielfilm“. Eigentlich wollte Tom Cruise für die USA der erste Schauspieler sein, der für einen Spielfilm Szenen im Weltraum dreht.

Am 5. Oktober soll Yulia Peresild (36), eine renommierte russische Schauspielerin, zur ISS fliegen. Ebenfalls in der Sojus-Kapsel mit dabei wird Klim Shipenko (38) sein, der Regisseur des Films.

RUSSIA-SPACE-FILM-SCIENCE-CINEMA

Yulia Peresild

Tom Cruise kündigte seinen Film vor den Russen an

Für Cruise ist das bitter. Er kündigte im Vorjahr an, zusammen mit Hollywood-Regisseur Doug Liman an Bord eines SpaceX-Crew-Dragon zur ISS zu fliegen. Dort sollten Action-Szenen für einen neuen Film gedreht werden, der ein Budget von 200 Millionen US-Dollar hat. Einen Starttermin haben die beiden aber nicht.

Russland kündigte sein Filmprojekt 4 Monate nach Cruise an, wird jetzt aber anscheinend zuerst bei der ISS sein. Gegenüber der Nachrichtenagentur AFP sagte Peresild: „Wir wollen aber nicht nur die Ersten, sondern auch die Besten sein.“ Viel zu diesem vermeintlich besten Film, für den Szenen tatsächlich im Weltraum gedreht werden, ist aber noch nicht bekannt. Der Arbeitstitel lautet „The Call“. Es geht um eine Ärztin, die zur ISS geschickt wird, um einen Kosmonauten das Leben zu retten.

Russischer Film wird regierungsfreundlich sein

Das Budget des Films ist nicht bekannt. Es ist aber davon auszugehen, dass die russische Weltraumagentur den Filmemachern nicht 86 Millionen US-Dollar pro Person für den Flug zur ISS verrechnen wird. Dies ist der Preis, den die NASA zuletzt bezahlen musste.

Der Film dürfte sehr regierungsfreundlich werden. Unter den Beteiligten ist Konstantin Ernst gelistet, Kopf eines Pro-Kreml Fernsehsenders. Er war unter anderem schon für die Umsetzung von russischen Veranstaltungen verantwortlich, wie etwa Militärparaden, Amtseinführungen und die Eröffnungszeremonie der Olympischen Spiele in Sotschi.

Peresild und Shipenko werden nur 12 Tage auf der ISS verbringen. Man kann davon ausgehen, dass nur einige Szenen tatsächlich im Weltraum spielen und für viele andere im Studio gedreht wird. Da sie nur zu zweit sind, ist der Regisseur gleichzeitig für Kamera, Ton, und Licht zuständig.

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