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VW will für autonomes Fahren 7 Euro pro Stunde verlangen

Volkswagen will künftig nicht nur mit dem Verkauf von Autos, sondern auch mit Zusatzdiensten Geld verdienen. Dazu zählt der Konzern das autonome Fahren. Wer es künftig zu den Fahrzeugen dazubucht, soll nach den Vorstellungen des VW-Vorstands 7 Euro pro Stunde dafür bezahlen, berichtet die deutsche Tageszeitung "Die Welt".

Damit mache man autonomes Fahren für alle zugänglich und nicht nur für diejenigen, die sich ein Auto mit einem fünfstelligen Aufpreis nicht leisten könnten, sagte VW-Vertriebschef Klaus Zellmer der Zeitung.

Erste Zusatzdienste ab 2022

Auf das autonome Fahren werden VW-Kunden vermutlich noch etwas warten müssen. Digitale Zusatzdienste sollen Käufer der ID-Reihe aber bereits ab dem kommenden Jahr nutzen können. Geplant sind laut Zellmer etwa Reichweiten- oder Leistungserhöhungen bei Elektroautos, die stunden- oder tageweise dazu gebucht werden können.

Auch Unterhaltungsangebote, etwa Videospiele, sind im Rahmen solcher Zusatzdienste geplant. Sie sollen auch von Fremdanbietern zur Verfügung gestellt werden können.

Umsatzzuwachs im dreistelligen Millionenbereich

Die erwarteten Umsatzzuwächse durch die neuen Dienste sieht der VW-Vertriebsschef im "dreistelligen Millionenbereich". Solche softwaregestützten Zusatzangebote kommen bei anderen Herstellern teilweise bereits zum Einsatz. Bei Tesla lassen sich etwa Leistungssteigerungen und auch Fahrassistenzfunktionen dazubuchen. Auch BMW verlangt etwa für Apples CarPlay Abogebühren.

Mit seinen Preisvorstellungen für autonomes Fahren liege VW durchaus im Rahmen der Erwartungen, heißt es bei Ars Technica. Dort verweist man auf Studien, die in den USA durchgeführt wurden, und die die Zahlungsbereitschaft für autonomes Verfahren auf zwischen 1.000 und 7.000 Dollar schätzen. VW-Kunden könnten für das Geld zwischen 120 und 820 Stunden lang das Feature nutzen und sich ihre Zeit im Auto mit anderen Tätigkeiten vertreiben.

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