Ein großer Tank von Mitsubishi Heavy Industries auf einer Plattform.
© Mitsubishi Heavy Industries
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Science

Mikro-Atomreaktor kann mit Lastwagen transportiert werden

Der japanische Konzern Mitsubishi Heavy Industries hat ein Konzept für einen Mikro-Atomreaktor entwickelt, der mit einem Lastwagen transportiert werden kann, berichtet heise.de. Der 3 Meter hohe und 4 Meter breite Reaktor sollen weniger als 40 Tonnen wiegen und 25 Jahre lang eine Leistung von 500 Kilowatt liefern können.

Als Brennstoff soll laut MHI hochangereichertes Uran verwendet werden, das während der gesamten Betriebsdauer nicht ersetzt werden muss.

Eine schematische Darstellung eines Mitsubishi-Mikroreaktors in einem Standard-Frachtcontainer.

Einsatz in entlegenen Gebieten

Die im Vergleich zu anderen Minireaktoren geringe Leistung soll durch die Kombination mehrerer Reaktoreinheiten erhöht werden können. Zum Einsatz kommen sollen sie etwa auf entlegenen Inseln oder als mobile Notkraftwerke.

Da die Mikroreaktoren nur minimale Wartung erfordern, könnten sie auch unterirdisch installiert werden. Dadurch könnte auch das Risiko von Naturkatastrophen und Terrorismus verringert werden, heißt es in einem Bericht von Nikkei Asia.

Eine schematische Darstellung eines Mitsubishi-Mikroreaktors und seiner Komponenten.

Verbaut werden soll hochgradig wärmeleitendes Material auf Graphitbasis, das Wärme ohne flüssiges Kühlmittel aus dem Kern ableitet. Der Reaktorkern soll in einem dicht verschlossenen Kapselbehälter untergebracht werden.

Markstart in den 2030er Jahren

Erste Tests der Kühlfunktion ohne Kernbrennstoffe sollen bereits in den nächsten 3 Jahren durchgeführt werden. Von 2026 bis 2030 sind Prototypentests geplant. Auf den Markt kommen könnten die Mikroreaktoren frühestens in den 2030er Jahren. Die Kosten werden auf mehrere 10 Millionen Dollar geschätzt.

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