© ESA/NASA

Science

Solar Orbiter steht vor bisher riskantestem Vorbeiflug

Der Solar Orbiter der ESA hat die Mission, die Sonne zu erforschen. Bis er den Stern jedoch erreicht, muss er an mehreren Planeten vorbeifliegen – darunter die Erde. Diese Woche wird er seinen bisher riskantesten Vorbeiflug absolvieren, bei dem die Sonde durch Weltraumtrümmer in der niedrigen Erdumlaufbahn navigieren muss.

Der Erde am nächsten wird der Solar Orbiter am 27. November um 13.30 Uhr (MESZ) sein, wenn er über Nordafrika und den Kanarischen Inseln schwebt. Die Entfernung zur Erdoberfläche wird etwa 460 Kilometer betragen. Bewohner*innen dieser Region könnten die Raumsonde zu dem Zeitpunkt eventuell mithilfe von Ferngläsern beobachten.

Sonde soll "Lagerfeuer" auf Sonnenoberfläche beobachten

Zwar ist der Vorbeiflug aufgrund der Kollisionsgefahr mit den Trümmern äußerst riskant, könnte der Wissenschaft aber auch neue Einblicke liefern. Denn die Raumsonde soll dabei das Magnetfeld erforschen und die Art und Weise, wie es mit Solarwind interagiert. Die neuen Daten werden im Anschluss mit älteren verglichen.

Zu einem späteren Zeitpunkt muss die Sonde auch durch einen zweiten Trümmerring - die geostationäre Umlaufbahn - navigieren. Nahe der Sonne angekommen soll sie dann unter anderem Phänomene wie die sogenannten „Campfires“ („Lagerfeuer“), die auf der Sonnenoberfläche beobachtet wurden, erforschen. 

Dafür wird sich sich im März 2022 der Sonne auf bis zu 48 Millionen Kilometer nähern.

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