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Neuer Monitor: Was muss ich beim Kauf beachten?

Der Kauf eines neuen Monitors ist immer auch ein Kompromiss, denn Bildschirme sind teuer. Für Spitzenmodelle werden schnell um die 1.000 Euro fällig. Daher sollte man genau überlegen, wofür man ihn verwenden möchte und was er dafür wirklich können muss. Für viele Anwender*innen kann bereits ein Modell zwischen 200 und 500 Euro ausreichen. Wir erklären euch, worauf ihr beim Kauf achten müsst.

Das findet ihr im Artikel: 

  • Größe: Auflösung und Form
  • Home Office: Ergonomie, Energieverbrauch, Augenschonen, Anschlüsse
  • Gaming: Bildwiederholrate, Reaktionszeit, Panel-Typ
  • Bildbearbeitung und Streaming: Kontraste und Farbraum

Die richtige Größe

Unabhängig vom Einsatzbereich muss man immer zuerst die Größe wählen. Sie bestimmt die weiteren Faktoren. Das gängigste Format ist 16:9 und unter einer Displaydiagonale von 24 Zoll (61 Zentimeter) wird man keinen Monitor mehr erhalten. Ein 24-Zoll-Monitor ist um die 55 Zentimeter breit, ein 27-Zoll-Monitor ist um die 60 Zentimeter breit. Mit 27 Zoll ist man meist gut beraten. 

An der Größe orientiert sich auch die Auflösung. Hier eine Übersicht, was man wählen sollte:

  • 24 Zoll: Hier genügt FullHD
  • 27 Zoll bis 31 Zoll: WQHD (2.560x1.440)
  • ab 31 Zoll4K (3.840 x 2.560 Pixel)

Neben standardmäßigen 16:9 gibt es gerade im Gaming Bereich immer mehr ultraweite 21:9 Bildschirme. Damit hat man bei Strategiespielen wie Age of Empires natürlich alles im Blick und auch Rennspiele funktionieren damit super. Aber nicht alle Games und Programme unterstützen die Darstellung und das kann für verzerrte Bilder oder schwarze Balken sorgen. 

Auch "Curved"-Monitore werden immer beliebter, u.a. für Bildbearbeitung. Ihr Vorteil ist, dass der Augenabstand immer gleich ist. Das ist praktisch und angenehm, aber auch teuer. Hier muss man mindestens 500 Euro bezahlen.

Home office during the corona pandemic

Home Office

Damit das Arbeiten zu Hause so angenehm wie möglich ist, gibt es ein paar Parameter zu beachten. Zuerst sollte man darauf achten, dass der neue Monitor höhenverstellbar und neigbar ist. So kann man ihn so ausrichten, dass man geradeaus darauf blickt und den Kopf nicht ständig in den Nacken legt. Außerdem sollte er entspiegelt sein.

Viele Monitore haben eigene augenschonende Modi. Diese kann man über das Monitor-Menü aktivieren, wenn man z.B. lange auf Textdokumente starrt. Sie reduzieren blaues Licht. Außerdem werden Helligkeit und Kontrast verringert, damit das Bild insgesamt weicher erscheint.

Die meisten hochwertigen Monitore mit satten Farben, großer Auflösung und hoher Helligkeit haben eine sehr schlechte Energieklasse. Braucht man den Computer aber wirklich nur zum Arbeiten, ist es sinnvoll, hier nach Energieklasse A oder A+ zu suchen, um die Stromrechnung nicht in die Höhe zu treiben. Das reduziert auch die Auswahl drastisch. Zumindest ein Energiesparmodus sollte vorhanden sein.

Es wird niemanden überraschen, wenn der neue Monitor einen HDMI-Anschluss und einen Display Port (DP) hat. Das ist Standard. Einige neue Monitore haben aber bereits einen USB-C-Anschluss und damit ist man gut für die Zukunft gewappnet. Will man sein Notebook anschließen, wird das zukünftig relevant, denn immer mehr Hersteller setzen auf USB-C. Dafür gibt es natürlich auch Adapter, ein direkter Anschluss ist aber immer zu empfehlen.

Manche Monitore haben einen integrierten Webcam-Aufsatz - ob das wirklich sinnvoll ist, sollte man zumindest prüfen. Die Auswahl ist begrenzt und optisch unterscheidet es sich wenig von einer externen Kamera.

Gaming

Wer den Bildschirm vor allem für Spiele nutzt, aber keine unbegrenzten Geldreserven hat, wird Entscheidungen treffen müssen. Die erste ist, wie wichtig die Bildwiederholrate ist. Das absolute Minimum sind hier 60 Hz, viel besser sind aber 144Hz oder mehr. Hier kann man sich entweder für eine hohe Auflösung mit 4K oder eine hohe Herzzahl entscheiden, wenn es bezahlbar bleiben soll. Ein guter Kompromiss liegt meist bei WQHD und 144 Hz bis 165 Hz, noch besser sind 240 Hz.

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Die Reaktionszeit, also die Zeit, in der ein Pixel die Farbe wechselt, sollte nicht über 5 ms liegen, sonst sieht man unschöne Schlieren. Man sollte aber die Reaktionszeit nicht mit dem Input-Lag verwechseln. Das ist die Zeit, in dem die Informationen zwischen Computer und Bildschirm ausgetauscht werden. Das orientiert sich an der Panelart, also der Bauweise des Displays. Hier gibt es TN, VA und IPS. Den geringsten Input-Lag haben TN-Panels, ihre Kontraste und Farben sind aber oft schwächer. IPS-Panel haben eine bessere Darstellung, sind aber langsamer. Das VA-Panel ist der solide Mittelweg.

Viele Bildschirme, die speziell für Gaming vermarktet werden haben verbesserte Funktionen für Grafikkarten. Das heißt, dass der Bildschirm für die Grafikkarte optimiert ist und deren Eigenarten automatisch ausgleicht. Es gibt unter anderem „FreeSync“ für AMD-Modelle und G-Sync für Nvidia-Modelle. Man muss sich nicht zwingend danach richten, es gibt keinen Nachteil, wenn Grafikkarten und Sync-Version nicht zusammenpassen, aber eben auch keinen Vorteil.

Bildbearbeitung und Streaming

Hier steht eine schöne, klare und farbtreue Anzeige im Vordergrund. Desto höher der Kontrastwert, desto besser. Ist der Monitor kontrastarm, wirken Bilder flach und ausgewaschen. Das Minimum ist 1.000:1

Wichtig ist auch die Farbabdeckung, also wie viele Farben dargestellt werden. Es verschiedene Standards: sRGB, Adobe-RGB und NTSC. Die beiden RGB-Werte sollten mindestens bei 90 Prozent sein. Noch besser ist ein NTSC-Wert von mindestens 72 Prozent, denn das entspricht 99 Prozent sRGB. NTSC steht für National Television Systems Committee und ist der Standard für US-amerikanisches Farbfernsehen. Diese Werte erfährt man in der Regel auf der Herstellerwebseite.

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Franziska Bechtold

frau_grete

Liebt virtuelle Spielewelten, Gadgets, Wissenschaft und den Weltraum. Solange sie nicht selbst ins Weltall kann, flüchtet sie eben in Science Fiction.

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