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© APA/AFP/CHANDAN KHANNA / CHANDAN KHANNA

Science

NASA warnt: Überschwemmungen werden sich 2030 verdreifachen

Ab 2030 wird es vermehrt zu Überschwemmungen kommen. Laut der NASA wird es dann 3- bis 4-mal mehr Überschwemmungstage geben als jetzt – für mindestens die nächsten 10 Jahre. Die Überschwemmungen würden nicht mehr ein regionales, sondern ein nationales Problem sein, weil der Hauptteil der US-Küste betroffen sein wird, warnt die NASA in einer Studie.

Die besagten Überschwemmungen sind tideabhängig. Der Wasserstand beim Höchststand der Flut (Hochwasser) steigt weiter an, wodurch es in Küstenstädten zu Überschwemmungen kommt. Diese Ereignisse werden sich in bestimmten Monaten häufen. „Wenn es 10 bis 15 Überschwemmungstage in einem Monat gibt, kann ein Geschäft nichts verkaufen, weil der Parkplatz ständig unter Wasser steht. Menschen werden ihrer Jobs verlieren, weil sie auf den überfluteten Straßen nicht zur Arbeit kommen. Senkgruben werden zu einem öffentlichen Gesundheitsrisiko“, sagt Phil Thompson von der Universität von Hawaii, Leitautor der Studie.

Der Mond verstärkt die negativen Klimawandel-Effekte

Die kommenden Überschwemmungen durch Hochwasser werden durch 2 Effekte verstärkt. Einer ist der Anstieg des Meerespegels. Durch die globale Erwärmung schmilzt Gletschereis in den Ozean. Von 1880 bis jetzt ist der Meerespegel um 21 bis 24 Zentimeter gestiegen, ein Drittel davon passierte in den vergangenen 25 Jahren.

Der zweite Effekt ist nicht von Menschen verursacht, sondern vom Mond. Der Mond beeinflusst Ebbe und Flut durch seine Anziehungskraft. Diese ist aber nicht immer gleich. Der Mond „wackelt“ in seinem Orbit. Alle 18,6 Jahre verändert sich seine Position relativ zur Erde. Für eine Hälfte dieses Zyklus reduziert der Mond die Gezeiten: Die Flut wird niedriger, die Ebbe wird höher. In der anderen Hälfte des Zyklus verstärkt der Mond die Gezeiten: Die Flut wird höher, die Ebbe wird niedriger.

Küstenorte könnten ganze Monate überflutet werden

Wir sind derzeit in der verstärkenden Phase. Die nächste solche Phase beginnt laut der NASA Mitte der 2030er Jahre. Bis dahin wird der Meerespegel soweit angestiegen sein, dass die Überschwemmungstage massiv zunehmen werden und nicht nur ein paar Küstenabschnitte, sondern die Mehrheit der US-Küste von Hochwasser-Überschwemmungen betroffen sein wird.

Dazu kommen andere Klimaereignisse, wie El Niño. Diese sorgen dafür, dass sich die Überschwemmungstage nicht auf das Jahr verteilen, sondern zusammenziehen. Laut der NASA könnte es dann ganze Monate geben, in denen Küstengebiete überschwemmt sind.

Die NASA mahnt, dass man dieses Problem schon jetzt ernstnehmen sollte, auch wenn es noch 10 Jahre in der Zukunft liegt. Wenn man berechnet, in welchen Monaten die Überschwemmungen besonders stark sind, könne man sich gezielt darauf vorbereiten und entsprechende Schutzmaßnahmen ergreifen.

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