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Foto zeigt, wie Airbus A380 Treibstoff über Deutschland ablässt

Der Flug SQ317 wollte eigentlich von London nach Singapur fliegen. Doch kurz nach dem Start sind "technische Probleme" aufgetreten. Eine Fortführung des Fluges war nicht möglich, sodass eine Notlandung in Frankfurt eingeleitet wurde.

Wie die Daten von FlightRadar24 zeigen, hat die Crew des Airbus A380 rund 30 Minuten nach dem Start die Flughöhe rasch auf 10.000 Feet (rund 3.000 Meter) reduziert. In dieser Höhe kreiste der Superjumbo gut 45 Minuten über Rheinland-Pfalz in Deutschland.

Flug SQ317 am 24. November 2022

Treibstoff musste abgelassen werden

In dieser Zeit hat der Airbus A380 seinen Treibstoff abgelassen. Denn das Flugzeug war für einen Langstreckenflug betankt und daher für eine sichere Landung in Frankfurt deutlich zu schwer. Zufällig konnte ein Fotograf mit seiner Kamera einfangen, wie das Flugzeug das Kerosin versprüht hat.

Nach einer Flugzeit von rund eineinhalb Stunden konnte der Airbus A380 sicher am Flughafen in Frankfurt aufsetzen. Die 379 Passagiere und die 27 Crew-Mitglieder blieben unbeschadet und konnten ihre Reise nach einiger Verzögerung fortsetzen.

Möglicheweise Probleme mit Kabinendruck

Warum der Flieger in eine Notlage geraten war, ist noch unklar und Gegenstand von Ermittlungen. Gerüchten zufolge gab es Probleme mit dem Druck in der Kabine. Das legt auch das rasche Reduzieren der Flughöhe nahe.

Das Ablassen des Treibstoffs wurde übrigens auch von Passagieren gefilmt, die sich im betroffenen Flieger befanden. Das Video fand seinen Weg auf YouTube

Wie gefährlich ist das Ablassen von Kerosin?

Dass ein Flugzeug in einer Notsituation Treibstoff ablassen muss, kommt in Deutschland ungefähr 22 Mal im Jahr vor. 2015 wurden dabei etwa 612 Tonnen Kerosin über Deutschland versprüht; 2016 waren es 492 Tonnen und 2017 waren es 580 Tonnen.

Für das Treibstoffablassen gibt es strenge internationale Bestimmungen. So muss das Flugzeug dabei über einem möglichst dünn besiedelten Gebiet fliegen, in mindestens 1800 Metern Höhe und mit einer Geschwindigkeit von mindestens 500 km/h.

Werden alle Bestimmungen eingehalten, verdunstet das meiste Kerosin bevor es am Boden ankommt. Die Lufthansa hat in der Vergangenheit vorgerechnet, dass nur 8 Prozent des abgelassenen Treibstoffs den Erdboden erreichen.

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