CHINA-AIRSHOW-ZHUHAI

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China zeigt geheime Kampfjets und Militär-Drohnen

Bei einer Flugschau hat China seine neuesten und bislang geheimen Kampfflugzeuge und neue Militär-Drohnen präsentiert. Auf der Airshow China 2021 in Zhuhai war unter anderem die Drohne mit der Bezeichnung CH-6 zum ersten Mal zu sehen.

Das unbemannte Fluggerät ist sowohl für Luftangriffe als auch für Aufklärungsmissionen geeignet. Die CH-6-Drohne kann angeblich bis zu 700 km/h schnell fliegen, 20 Stunden in der Luft bleiben und dabei eine Höhe von bis zu 15.000 Meter erreichen. Die Flügelspannweite der CH-6 beträgt mehr als 20 Meter.

Mini-Drohne für Angriffe

Außerdem wurde eine neue militärische Mini-Drohne gezeigt. Das 800 Gramm leichte Fluggerät kann von Soldat*innen mitgeführt werden oder von einer größeren Drohne abgeworfen werden.

"Wir nennen sie eine fliegende Granate", beschreibt ein zuständiger Techniker die Mini-Drohne CH-817. Sie hat eine Flugzeit von 15 Minuten, kann offenbar einen Sprengkörper mit sich führen und eigne sich daher als Angriffsdrohne.

Kampfjet kann elektronische Signale stören

Weitere Neuheiten waren die WZ-7 Drohne, die bei der Überwachung von Landgrenzen und Seegebieten helfen soll, sowie der J-16D Kampfjet, der elektronische Signale stören kann.

Airshow China in Zhuhai

J-16D: Unter den Flügeln sind die Pods zu sehen, mit denen elektronische Signale blockiert werden

Beide werden chinesischen Staatsmedien zufolge bereits vom Militär eingesetzt, sie waren bisher aber geheim. Darüber hinaus wurde ein Anti-Drohnen-Lasersystem gezeigt und mehrere Supersonic-Waffengattungen.

Auch eine überarbeitete Version des Kampfjets J-20 war bei der Flugschau zu sehen. Das Flugzeug wird nun von Triebwerken angetrieben, die aus landeseigener Produktion stammen. Damit will China offenbar seine Unabhängigkeit in Bezug auf militärische Entwicklungen demonstrieren.

China rüstet auf

China rüstet seine Streitkräfte stark auf, um laut Analysten seine Ansprüche auf Taiwan und das Südchinesische Meer zu untermauern. Außerdem will das Land seine Rüstungskonzerne bei potenziellen Käufer*innen als Alternativen zu westlichen Waffenherstellern etablieren, die häufig Exportbeschränkungen unterliegen.

Noch hat das Land einen Rückstand auf die rivalisierenden USA, sowohl was Technologie als auch Rüstungsausgaben angeht. Expert*innen zufolge holt China jedoch kräftig auf.

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