Elon Musk

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Digital Life
11/26/2019

Elon Musk muss vor Gericht aussagen

Weil er den Höhlentaucher Vernon Unsworth mehrfach als Pädophilen bezeichnet hat, muss sich der Tesla-CEO vor Gericht verantworten.

Am 3. Dezember wird es vor dem Bundesgerichtshof in Los Angeles wohl ein Blitzlichtgewitter geben. An diesem Tag beginnt nämlich der Prozess gegen den Tesla-CEO, der auf eine Diffamierungsklage des britischen Höhlentauchers Vernon Unsworth zurückgeht. Musk wird vor Gericht aussagen, ließ sein Anwalt verkünden.

Die Vorgeschichte: Im Juli 2018 wurden zwölf Buben in Thailand vom plötzlich eintreten Regen überrascht und wegen des steigenden Wasserspiegels in einer Höhle eingeschlossen. Die Rettungsaktion gestaltete sich extrem schwierig. Unsworth war einer der Rettungstaucher, die schlussendlich an der Rettung der Buben beteiligt waren.

Zwischenzeitlich bot auch Elon Musk seine Hilfe an und reiste dafür offenbar auch nach Thailand. Sein Plan sah vor, die Buben mittels eines Mini-U-Bootes aus den engen Gängen zu befreien.

Unsworth vs Musk

Dem britischen Höhlentaucher stieß dies sauer auf. In einem Fernsehinterview bezeichnete er Musks Hilfsangebot als PR-Stunt. "Er (Musk) kann sich sein U-Boot dahin schieben, wo es weh tut", richtete der Höhlentaucher dem Tesla-CEO aus. Das U-Boot sei für die engen Gänge völlig ungeeignet.

Daraufhin ist Musk ausgerastet, hat völlig die Fassung verloren und den Rettungstaucher in mehreren, öffentlichen Twitter-Nachrichten als pädophilen beschimpft. Zwischenzeitlich hat Musk die Tweets gelöscht, sich entschuldigt, den Höhlentaucher aber erneut als Pedo-Guy bezeichnet.

Causa zog ihre Kreise

Im Laufe der Causa wurde bekannt, dass Musk einen Privatdetektiv angeheuert hatte, um schmutzige Details über Unsworth herauszufinden. Später hatte er BuzzFeedNews sogar eine E-Mail geschickt, in der festgehalten ist, dass der Taucher vermeintlich wegen einer Zwölfjährigen nach Thailand gezogen sei, um sie zu heiraten. Unsworth bestritt die Anschuldigung und meinte, seine Frau sei 32 Jahre alt gewesen, als er sie in London kennenlernte.

Musks seltsames Verhalten auch Auswirkungen auf den Aktienkurs von Tesla. Die Aktie verlor zwischenzeitlich stark an Wert, da Musk scharfer Kritik ausgesetzt war. Auch von Analysten und Investoren wurde Musks Eskapaden scharf kritisiert.