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09/07/2019

Elon Musk schickt Tesla zu Nürburgring um Porsche Taycan zu schlagen

Erst hat Elon Musk über Porsche gespottet. Jetzt soll ein Model S beweisen, dass das nicht nur leere Worte waren.

„Uh Porsche, das Wort Turbo bedeutet nicht, was ihr glaubt.“ Mit diesen Worten hat Elon Musk Porsche auf Twitter den Kampf angesagt. Die Präsentation des gehypten Porsche Taycan dürfte den Tesla-Chef zu seiner Aussage angestachelt haben.

Ganz unschuldig ist Porsche aber nicht daran. Schließlich hat man im Vorfeld mehrere Videos veröffentlicht, die indirekt gegen Tesla schossen. So sollte ein Video zeigen, dass der Taycan immer mit voller Leistung von 0 auf 200 km/h beschleunigt, auch wenn der Akku leer wird. Berichten zufolge soll dies bei Tesla-Elektroautos nicht der Fall sein.

Ein zweites Video zeigte einen Test von 0 auf 145 km/h und wieder auf 0 auf dem Deck eines Flugzeugträgers. Damit wurde darauf angespielt, dass frühere Tesla-Modelle einen zu langen Bremsweg gehabt haben sollen. Indirekt unterstellte das Video: Ein Tesla wäre bei diesem Manöver über das Flugdeck hinaus ins Wasser geschossen.

Dass der mindestens 150.000 Euro teure Porsche Taycan jetzt auch noch im Internet als potenzieller „Tesla-Killer“ und „E-Rennauto mit Straßenzulassung“ gefeiert wird, stieß Musk wohl besonders ungut auf. In einem Tweet sagte er deshalb kurz und knapp: „Model S am Nürburgring nächste Woche.“

Porsche hält Rekord

Erst Ende August hatte der Porsche Taycan dort einen neuen Rundenrekord aufgestellt, mit 7 Minuten und 42 Sekunden. Dies sei laut Porsche die „schnellste Zeit eines viertürigen vollelektrischen Sportwagens“. Und genau diese Zeit soll das Model S jetzt schlagen.

Tesla-Fans bejubeln den Rekordversuch bereits und sind siegessicher. Andere sind hingegen skeptisch. Schließlich sei das Model S nicht als Sportwagen konzipiert worden, sondern als Limousine. Der Model S beschleunigt zwar mit 2,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h schneller als der Taycan mit 2,6 Sekunden, auf einer Rennstrecke mit Kurven benötige es aber mehr als das.

Zudem haben Tesla-Fahrer berichtet, dass die Akkus ihrer Autos bei durchgehender Höchstbelastung zum Überhitzen neigen. Ob Elon Musk einen Werks-Tesla auf die Kult-Rennstrecke schickt, oder ein modifiziertes Modell, ist unbekannt. Wäre es modifiziert, würde jedenfalls der Rekordversuch angezweifelt werden.

Ebenfalls fraglich ist, ob der Rekordversuch von Tesla tatsächlich schon nächste Woche stattfinden kann. Gegen The Verge sagte ein Sprecher vom Nürburgring, dass Tesla bislang keine Reservierung vorgenommen hat. Man könne also nicht sagen, ob nächste Woche die Rennstrecke überhaupt frei ist für den Rekordversuch, weil man derzeit nahezu ausgebucht sei.

Immerhin hätte so Musk jetzt eine Ausrede, falls er noch einen Rückzieher macht: Die „bösen“ Deutschen hätten ihn nicht auf die Rennstrecke gelassen, damit der Rekord des Porsche Taycan nicht gebrochen werden kann.