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08/05/2019

Samsung Galaxy Note 10: Alles, was wir bisher dazu wissen

Das Note 10 soll Samsungs neues Ober-Premium-Smartphone werden und in drei Versionen erscheinen.

In zwei Tagen, am 7. August 2019, wird Samsung im Rahmen seines "Unpacked"-Events die neuesten Modelle seiner Smartphone-Reihe Galaxy Note enthüllen. Zum Note 10 werden schon seit Monaten Gerüchte und angebliche Leaks verbreitet. Vor der eigentlichen Präsentation vermeint man also schon ziemlich viel über die neuen Produkte zu wissen. Wir fassen zusammen, was man erwarten kann.

Drei Modelle

Während eine Zeit lang gemunkelt wurde, dass das Samsung Galaxy Note 10 in vier Versionen erscheinen wird, ist in den vergangenen Wochen nur noch von drei Modellen die Rede. Neben einem Note 10 als Basismodell soll es noch ein Note+ (wahrscheinlich wird es nicht "Pro" heißen) und ein Note 10 5G geben. Das Note 10 kommt ebenso wie die 5G-Variante wahrscheinlich mit einer Bildschirmdiagonale von rund 6,3 Zoll daher, während das Note 10+ ein etwas größeres AMOLED (rund 6,7 Zoll) aufweisen wird.

Mit 6,3 Zoll wäre das Note-10-Display etwas kleiner als jenes des Vorgängers Note 9 (6,4 Zoll). Angeblich wird das Note 10 auch eine geringere Display-Auflösung als das Note 9 (2280 x 1080 Pixel statt 1440 x 2960 Pixel) aufweisen.

Pflichtprogramm für jedes Galaxy Note - auch wenn das nicht bei allen Fans auf Zuspruch stößt - ist wohl der Eingabestift S Pen, der in einem eigenen Schacht im Smartphone Platz finden wird. Für das Note 10 soll der S Pen mit neuen Funktionen bereichert werden. Mit dem Stift soll man künftig etwa Gesten ausführen können, ohne dabei das Display zu berühren.

Bei der Galaxy-Note-10-Reihe wird aller Wahrscheinlichkeit nach Android 9.0 Pie als Betriebssystem zum Einsatz kommen. Samsung stülpt seine One UI darüber.

Knöpfe und Kameras

Rund um das Äußere wurde bisher hauptsächlich über die Anordnung der Kameralinsen diskutiert. Die rückseitigen Hauptkameras sollen beim Note 10 senkrecht, beim Note 10+ waagrecht angeordnet sein.

Die Frontkamera ist beim Note 10 wohl zentral über dem Display zu finden. Bei Samsungs Galaxy S10-Reihe sitzt die Selfie-Kamera in einem Loch oben rechts am Bildschirm. Das Note 10+ und das Note 10 5G sollen zwei frontseitige Kameralinsen erhalten. Die beiden Modelle sollen zusätzlich mit Time-of-Flight-Sensoren auf der Rückseite ausgestattet sein, um zusätzliche Entfernungsdaten zu Bildaufnahmen zu sammeln.

Einigermaßen gerätselt wurde auch über den Aufbau mit nur drei Tasten auf der linken Seite des Note 10. Neben den beiden Lautstärke-Reglern ist nur eine weitere Taste vorhanden, die entweder ein Ein/Aus-Knopf, ein Knopf für die Aktivierung des sprachgesteuerten Assistenten Bixby oder beides ist. Vorstellbar scheint etwa, dass Bixby aktiviert wird, wenn man die Taste etwas länger drückt. Drückt man sie noch länger, könnte das Gerät damit ausgeschaltet werden.

Der Fingerabdrucksensor wird beim Galaxy Note 10 wahrscheinlich hinter dem Display verbaut sein.

Lautsprecherlos

Da auf durchgesickerten ersten Fotos vom Galaxy Note 10 kein Gitter für Lautsprecher zu erkennen ist, vermuten Experten, dass Samsung eine neue Technologie zur Tonwiedergabe eingebaut hat. Bei "Sound on Display" (SoD) fungiert das Display als schwingende Membran. Samsung hat die Technologie in der Vergangenheit bereits präsentiert. Das Galaxy Note 10 wäre aber das erste Produkt des Herstellers, in dem SoD tatsächlich verbaut ist.

Anschlüsse und Kopfhörer

Das Galaxy Note 10 wird angeblich mit einem USB-C-Anschluss auskommen müssen. Ein 3,5mm-Klinke-Kopfhörer-Anschluss wird wohl nicht mehr verbaut sein. Wer Musik hören will, muss dies per Bluetooth-Kopfhörern tun oder einen Adapter verwenden.

Samsung hält fürs Musikhören angeblich bald seine Ohrstöpsel Galaxy Buds bereit, die in der Hauptfarbe des Note 10 und des Note 10+ erscheinen sollen. Die Farbe wird "Aura Glow" genannt und soll Huaweis "Breathing Crystal" stark ähneln. Man kann es sich als eine perlmuttartig schimmernde Weiß-Silber-Mischung vorstellen, die je nach Lichteinfall auch grünliche und lilafarbene Nuancen aufweist.

Während das Galaxy Note 9 noch einen microSD-Kartenschacht für eine Speichererweiterung um bis zu 1 TB aufwies, könnte diese Möglichkeit bei der neuen Reihe teilweise entfallen. Gerüchten zufolge wird das Note 10 keinen microSD-Schacht erhalten, das Note+ aber schon.

Prozessor, Akku, Aufladen

Die Motorisierung des Note 10 soll ein Qualcomm Snapdragon 855 Plus übernehmen. In bestimmten Märkten (wie auch in Österreich) soll stattdessen ein Samsung Exynos 9825 Prozessor mit acht Kernen das Herzstück bilden. Im Basismodell werden ihm angeblich 8 GB RAM zur Seite gestellt, im Note 10+ sollen es 12 GB RAM sein.

Über die Akkukapazität des Note 10 ist noch wenig durchgesickert. Der Vorgänger Note 9 kommt auf 4000 mAh. Wegen der geringeren Auflösung könnten 3400 bis 3600 mAh vom Hersteller beim Note 10 als ausreichend empfunden werden. Das Note 10+ und das Note 10 5G sollen dagegen 4500 mAh erhalten.

Aufladen können wird man die Akkus der Note-10-Reihe höchstwahrscheinlich nicht nur via USB-C, sondern auch drahtlos. Beim Note 10 soll dies schneller als bisher üblich funktionieren. Angeblich wird neue Technologie eine Ladeleistung von 20 Watt ermöglichen, während es bisher 15 Watt - etwa wie beim Galaxy S10 - sind. Die eigene Akkukapazität kann mittels "Wireless Powershare" auch mit anderen Geräten geteilt werden. Auch hier werden höhere Geschwindigkeiten proklamiert (12 bis 15 statt 7,5 Watt).

Farben, Preis und Verfügbarkeit

Neben der bereits erwähnten Standard-Farboption Aura Glow, sollen Note 10 und Note 10+ auch in "Aura Black", "Aura White" und möglicherweise auch "Aura Red" erhältlich werden. Der Preis für das Galaxy Note 10 mit 256 GB Speicher soll um 1000 Euro betragen - ähnlich wie der Startpreis des Vorgängers Note 9. Das Note 10+ wird (mit 256 GB) wahrscheinlich ab 1150 Euro verkauft werden. Zum Note 10 5G gibt es noch keine Vermutungen.

Vorbestellen wird man Note 10 und Note 10+ wahrscheinlich bereits kurz nach dem Samsung Unpacked-Event am 7. August. Die Auslieferungen in den USA sollen mit 23. August beginnen. Die Lage in Europa soll ähnlich sein.