Samsung Galaxy A53

Samsung Galaxy A53

© Florian Christof

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Samsung Galaxy A53 im Test: Unschlagbar in seiner Klasse

Das Galaxy A53 von Samsung kann in den meisten Bereichen überzeugen. Einige Abstriche müssen dennoch hingenommen werden.

Auch wenn die S-Reihe von Samsung jedes Jahr mit neuen Funktionen und immer höherwertigeren Spezifikationen zu locken versucht, muss sie sich bei den Verkaufszahlen regelmäßig geschlagen geben.

Wer will schon an die 1.000 Euro für ein Smartphone ausgeben, wenn man um ein Drittel dieses Preises ein Handy bekommt, das nicht viel weniger kann. Insofern ist es wenig verwunderlich, dass die Geräte der A-Reihe von Samsung alljährlich zu den meistverkauften Smartphones zählen.

Seit kurzer Zeit ist nun das neue Samsung Galaxy A53 5G auch in Österreich verfügbar. Wir haben uns angesehen, ob das Mittelklasse-Phone erneut das Zeug hat, sich an die Spitze der Verkaufscharts zu katapultieren.

Pro & Contra

Pro

  • Modernes Design
  • Spitzen-Display mit 120 Hz
  • Hochwertige Kamera
  • Beeindruckender Nachtmodus
  • Hohe Videoqualität
  • Langfristige Versorgung mit Updates und Upgrades
  • Niedriger Preis

Contra

  • Display-Helligkeit etwas zu niedrig
  • Akku könnte etwas schneller laden
  • Kein Kopfhöreranschluss
  • Kein kabelloses Laden
  • Kein Netzteil im Lieferumfang

Samsung Galaxy A53

Design und Formfaktor

Das Samsung Galaxy A53 hat zwar keinen Aluminium-Rahmen und auch die Rückseite besteht aus Kunststoff. Dennoch fühlt sich das Smartphone hochwertig und robust an. Die matte Rückseite - in diesem Fall im pastellartigem "Awesome Blue" gehalten - ist resistent gegen fettige Fingerabdrücke und ist farblich ziemlich ansprechend.

Auffallend ist, dass nun auch Samsung auf eine komplett flache Bauweise setzt. Das bedeutet, dass die Ränder zwischen Display und Rahmen und zwischen Rückseite und Rahmen mehr oder weniger im rechten Winkel abschließen und nicht mehr abgerundet sind. Das entspricht den aktuellen Design-Trends und wirkt insofern modern und zeitgemäß.

Das Kameramodul auf der Rückseite hebt sich nur ganz leicht vom restlichen Gehäuse ab. Außerdem ist der Übergang zwischen Kameramodul und Rückseite abgeschrägt und fließend. Die Selfie-Kamera versteckt sich – wie mittlerweile üblich – in einem kleinen Loch im Display.

Technische Spezifikationen

Samsung Galaxy A53 5G

  • Maße und Gewicht: 159,6 x 74,8 x 8,1 Millimeter, 189 Gramm
  • Display: 6,5 Zoll, Super-AMOLED, 120 Hz, 1.080 x 2.400 Pixel, maximal 800 nits (HBM)
  • Kamera:
    • 64 MP Hauptkamera: f/1,8, 1/1,7X", 0,8µm, PDAF, OIS
    • 12 MP Weitwinkel: f/2,2, 1,12µm
    • 5 MP Makro: f/2,4
    • 5 MP Tiefensensor: f/2,4
    • Video: 4K mit maximal 30fps
  • Selfie-Kamera: 32 MP, f/2.2, 1/2,8", 0,8µm; Videos mit 4K mit maximal 30fps
  • Prozessor: Exynos 1280 (5 nm)
  • Speicher: 6/128 GB, 8/256 GB
  • Akku: 5.000 mAh, 25 Watt Charging, kein Wireless-Charging
  • Software: Android 12, One UI 4.1
  • Sonstiges: 5G, NFC, Wlan 802.11 a/b/g/n/ac, Bluetooth 5.1, microSD-Card im SIM-Fach möglich, kein Kopfhöreranschluss, Wasserschutz gemäß IP67, keine eSIM, Stereo-Lautsprecher
  • Preis: gesehen ab 342 Euro

Samsung Galaxy A53

Hervorragendes Display, aber leider zu dunkel

Am 6,5 Zoll großen AMOLED-Display mit 120 Hz gibt es nicht viel auszusetzen. Die Farben werden naturgetreu, kontrastreich und kräftig dargestellt, die Bildschirminhalte wandern besonders flüssig über den Screen und die Auflösung von 1.080 x 2.400 Pixel ist mehr als ausreichend. Insofern gibt es nur marginale Abstriche gegenüber den Displays der Spitzenklasse-Phones.

Nur die maximale Helligkeit von gerademal 800 nits (HBM High Brightness Mode) ist etwas niedrig angesetzt. Vor allem bei grellem Tageslicht im Freien wünscht man sich ein Display mit mehr Helligkeit. Im Innenraum ist die Helligkeit akzeptabel.

Ebenso wünschenswert wäre eine adaptive Refresh-Rate, die die Bildwiederholfrequenz an die Bildschirminhalte anpasst. Beim Galaxy A53 kann man sich nämlich nur zwischen 60 oder 120 Hz entscheiden. Eine adaptive Refresh-Rate käme vor allem einer verlängerten Akkulaufzeit zu Gute.

Samsung Galaxy A53

Kamera mit hoher Qualität

Die Hauptkamera liefert im Standardmodus durchwegs ausgezeichnete Bilder. Die automatische Behübschung der Bilder hält sich weitgehend in Grenzen, sodass die Farben meist natürlich dargestellt werden. Die Fotos haben einen ausgewogenen Kontrast und wirken klar und scharf.

Der Porträtmodus funktioniert mit der Hauptkamera nicht komplett einwandfrei. Die Person im Vordergrund wird haarscharf ausgeschnitten und der Hintergrund entsprechend unscharf dargestellt. Verschiedene Background-Effekte sowie die Stärke der Tiefenunschärfe lassen sich im Nachhinein in der Samsung-Album-App noch feineinstellen.

In Sachen Fokus und Schärfe hat der Standardmodus dem Porträtmodus einiges voraus, bietet allerdings ebenso eine natürliche aber weniger ausgeprägte Tiefenunschärfe. Insofern empfiehlt es sich beide Modi auszuprobieren, da die Qualität im Standardmodus merklich besser ist.

Beispielbilder: Hauptkamera und Weitwinkel

Weitwinkelkamera mit wenigen Abstrichen

Wie bei allen Smartphone-Kameras müssen auch beim A53 bei Weitwinkelaufnahmen kleinere Abstriche hingenommen werden. Bemerkbar macht sich dies vor allem im Bereich der Bildränder, wo die Details des Fotos zunehmend verschwimmen.

Abgesehen davon fällt die Qualität der A53-Weitwinkelkamera im Vergleich mit anderen Mittelklasse-Phones aber positiv auf. Denn die Einbußen gegenüber der Hauptkamera sind beim A53 fallen nicht allzu drastisch aus, wodurch das Weitwinkelobjektiv immer noch recht hochwertige Bilder liefert.

Guter Night-Mode

Der Nachtmodus des Samsung Galaxy A53 weiß zu beeindrucken. Er funktioniert zwar nicht so gut wie bei den Spitzenmodellen der S-Reihe, im Bereich der Mittelklasse-Phones kann ihm aber kein Konkurrenzmodell das Wasser reichen.

Der Nachtmodus schafft es die nächtliche Atmosphäre bestens einzufangen. Besonders die Lichter und die abendliche Stimmung werden vom A53 entsprechend und adäquat wiedergegeben.

Auf die Details der Bilder sollte man dabei nicht allzu sehr achten, diese sind nämlich zum Teil ziemlich breiig - trotz optischen Bildstabilisator. Bemerkenswert ist, dass auch die Weitwinkelkamera die nächtliche Stimmung recht gut wiedergeben kann. Das Bildrauschen bei den Details fällt hier aber noch deutlich stärker aus.

Beispielbilder: Nachtmodus

Selfie-Kamera

Auch an der Selfie-Kamera gibt es nicht viel auszusetzen. Die Qualität fällt zwar hinter jener der Hauptkamera zurück, kann aber dennoch durch und durch überzeugen.

Beim Porträtmodus verhält es sich ähnlich wie bei der Hauptkamera: Der Standardmodus mit der Selfie-Kamera produziert bessere Bilder mit einer schwachen, aber natürlichen Tiefenunschärfe. Der Porträtmodus hat eine etwas schlechtere Qualität, dafür kann der Background-Effekt im Nachhinein angepasst werden.

Überraschend hohe Videoqualität

Die Videoqualität fällt bei den meisten Mittelklasse-Phones wenig zufriedenstellend aus. Umso überraschender ist die vergleichsweise hohe Videoqualität beim A53.

Sowohl bei der Selfie-Kamera als auch bei der Hauptkamera hält sich das Bildrauschen weitgehend zurück, sodass relativ klare Clips entstehen. Der Super-Steady-Mode schafft es, das Verwackeln zu reduzieren, ohne dabei den Aufnahmen die Natürlichkeit zu nehmen.

Schwierigkeiten hat die Software allerdings beim Autofokus. Dieser funktioniert nur beim Start der Aufnahme, nicht aber, wenn man sich einem Objekt nähert. Ohne, dass man einen neuen Fokuspunkt manuell setzt, verharrt die Kamera auf dem ursprünglichen Fokuspunkt.

Samsung Galaxy A53 - Selfie-Kamera: Standardmodus (links) vs. Porträtmodus (rechts)

Kein Kopfhöreranschluss, einwandfreier Fingerprintsensor

Das Samsung Galaxy A53 ist das erste Handy der A-Reihe, das nun ohne herkömmlichen 3,5mm-Kopfhöreranschluss auskommt. Die Wifi-6-Kompatibilität wurde gegenüber dem Vorgängergerät ebenso gestrichen.

Dafür funktioniert der Fingerprint-Sensor einwandfrei. Im Gegensatz zu den Geräten der S-Reihe setzt Samsung beim A53 auf einen optischen Sensor, dieser weißt allerdings keine nennenswerten Schwächen auf.

Im Gegensatz zum Vorjahresmodell setzt das A53 nun auf einen hauseigenen Exynos-Chip. Smartphone-Kenner*innen wird das wohl eher wenig begeistern, im Alltag von Durchschnittsnutzer*innen wird dies aber ziemlich sicher nicht auffallen. Denn mit den populärsten, wichtigsten und weit verbreitetsten Anwendungen hat das A53 in Sachen Leistungsfähigkeit absolut keine Probleme.

Samsung Galaxy A53

Software und Updates

Als Software kommt Android 12 mit Samsungs One UI 4.1 zum Einsatz. Die Samsung-Benutzeroberfläche ist hauptsächlich eine Geschmacksache: Mit persönlich gefällt das One UI 4.1 sehr gut. Es ist aber auch durchaus verständlich, wenn die tiefgreifenden Android-Adaptionen für so manche User*innen zu weit gehen.

Zum Positiven gewandelt hat sich die langfristige Unterstützung der Samsung-Smartphones mit Software-Upgrades und Sicherheits-Updates. Insofern wird das Galaxy A53 nun 4 Jahre mit neuen Android-Versionen und 5 Jahre mit Sicherheits-Updates versorgt.

Akku

Die Akku-Laufzeit des Galaxy A53 kann sich sehen lassen. Einen bis eineinhalb Tage hält der Akku allemal durch. Je nach Screen-Time und Nutzungsintensität könnten sich auch 2 volle Tage ausgehen.

Bei der Ladeleistung macht Samsung das Rennen nach immer noch mehr Watt nicht mit. Im Vergleich zu anderen Smartphones in dieser Preisklasse fällt das A53 zurück und lässt sich mit maximal 25 Watt aufladen.

Ärgerlich für die Kund*innen, positiv für die Umwelt ist das passende Netzteil, das nicht im Lieferumfang enthalten ist. Kabelloses Aufladen per Induktion ist ebenso nicht möglich.

Samsung Galaxy A53

Fazit

Wer auf der Suche nach einem neuen Handy ist und dafür keine 1.000 Euro ausgeben will, wird um das Samsung Galaxy A53 nicht herumkommen. Die Einbußen gegenüber den Spitzengeräten sind nämlich mehr als verkraftbar. Eigentlich müssen tatsächlich nur relativ kleine Kompromisse gemacht werden, die für die allermeisten Smartphone-User*innen keine allzu großen Einschnitte darstellen werden.

Das Display ist - bis auf die maximale Helligkeit - absolute Spitzenklasse. Die Qualität der Kamera kann durch und durch überzeugen, auch beim Nachtmodus und beim Weitwinkelobjektiv. Nur der Porträtmodus könnte etwas bessere Bilder liefern.

Der Akku hält lange durch, lässt sich aber nur relativ langsam wieder aufladen. Schade ist, dass es keinen Kopfhöreranschluss mehr gibt und dass das passende Netzteil nicht im Lieferumfang enthalten ist. Dafür ist die langfristige Software-Pflege lobenswert.

Zu haben ist das Samsung Galaxy A53 derzeit bereits ab einem Preis von 342 Euro. Für dieses Geld wird man aktuell wohl kaum ein besseres Smartphone bekommen.

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Florian Christof

FlorianChristof

Großteils bin ich mit Produkttests beschäftigt - Smartphones, Elektroautos, Kopfhörer und alles was mit Strom betrieben wird.

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